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Aachen: Schon jetzt Bravo-Rufe für „Carmen”

Aachen : Schon jetzt Bravo-Rufe für „Carmen”

„Abgefahren” lautete das Motto des 5. Theatertages, des letzten unter der Ägide von Intendant Paul Esterhazy. Ganz und gar nicht abgefahren gestaltete sich hingegen das Programm der Auftakt-Show am Abend im Großen Haus.

Bekannte und beliebte Klassiker aus dem Programm der neuen Spielzeit wurden vom Musiktheater- und Schauspiel-Ensemble des Theaters Aachen kostprobenartig vorgestellt.

Nicht „Die Menschen”, sondern „Carmen” oder „Cabaret”, nicht „Herr Kolpert” oder eine der zahlreichen Ur- oder deutschen Erstaufführungen im Programm, sondern „Othello” und „Biedermann und die Brandstifter” sollten Lust auf die neue Saison machen. So gab es zwar keine Überraschungen, Kurzweil war trotzdem angesagt.

„Willkommen”, stürzte es aus einem vermeintlichen Musiker des auf der Bühne sitzenden Sinfonieorchesters hervor - gerade als Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch den Taktstock hob.

Mit „Willkommen, Väter” aus „Iphigenie auf Tauris” begrüßte Peter Priegann als Orest das Publikum im voll besetzten und leider schlecht belüfteten Saal.

Gleich danach Appetithäppchen aus „Carmen”, die bereits mit ersten Bravo-Rufen quittiert wurden - das Sinfonieorchester und sein Chef Bosch scheinen über die Ferien nichts von ihrer Spritzigkeit verloren zu haben.

Auch unter dem Dirigat von Jeremy Hulin bekam das Publikum Lust auf Musiktheater: „Entführung aus dem Serail” und „Cabaret”.

Dann fiel der „eiserne Vorhang”, und das Schauspiel war dran: Schiller, Fo, Shakespeare, eingebettet in den Dialog der Feuerwehrmänner aus Frischs „Biedermann und die Brandstifter”.

Allen voran Petra Welteroth und Angela Eickhoff in Dario Fos „Bezahlt wird nicht”, aber auch Ulrich Haß und Dennis Pöpping als die Feuerwehrmänner haben neugierig gemacht.

Zum Abschluss der knapp anderthalbstündigen Kostproben-Show noch Boschs musikalische Einladung zur ersten Premiere dieser Spielzeit: „Der Rosenkavalier” am Samstag, 25. September. So kann es mit Vorfreude in die neue Spielzeit gehen - auch weil es neben dem Gezeigten noch einiges Neues zu entdecken geben wird.