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Aachen: Schneider neuer Leiter von Frankfurter Museum

Aachen : Schneider neuer Leiter von Frankfurter Museum

Die Entscheidung ist gefallen: Professor Dr. Ulrich Schneider, Direktor des Suermondt-Ludwig-Museums und zuständig für Couvenmuseum sowie Museum Burg Frankenberg, wird ab Mai neuer Chef des Museums für Angewandte Kunst in Frankfurt am Main sein.

Der Senat bestätigte in seiner Sitzung am Freitag einstimmig in allen Fraktionen die Wahl der siebenköpfigen Fachjury, die über 30 eingereichte Bewerbungen zu entscheiden hatte. „Er hat dem Anforderungsprofil für dieses Museum genau entsprochen”, betonte Frankfurts Kulturdezernent Dr. Hans-Bernhard Nordhoff am Freitag.

Schneider selbst reiste nach Frankfurt, um dort persönlich vor dem Senat zu erscheinen. Noch am gleichen Nachmittag ging es jedoch zurück nach Aachen, wo er die Fotografin Irmel Kamp bei der Eröffnung ihrer Architekturausstellung „Les Années Trente - Bruxelkles” unterstützen wollte.

Über zwölf Jahre lang (seit 1. August 1990) hat der 52-jährige Münchener die Geschicke dieser Museen in Aachen als Nachfolger von Professor Ernst Günter Grimme gelenkt. Seit 1999 ist er zudem Professor am Institut für Kunstgeschichte der RWTH Aachen.

Schneider hat in dieser Zeit nie verschwiegen, dass er Aachen nicht als „letzte Station” seines Karriereweges sieht. „Ich habe mir vorgenommen, acht bis zehn Jahre zu bleiben”, äußerte Schneider einmal in einem Interview unserer Zeitung. „Noch ein anderes Museum ist durchaus eingeplant.”

Nun sind es also doch zwölf Jahre geworden - aber das Museum steht fest. Als „eine der Perlen am Mainufer” schätzt Frankfurts Kulturdezernent Nordhoff - ehemals Aachener Verwaltungsmann - dieses Haus.

Hier ist man stolz auf Sammlungen islamischer und ostasiatischer Kunst und manches mehr. „digitalcraft” ist der Name eines Anfang 2002 eröffneten virtuellen wie realen Archivs digitaler Kunst. Ob die Position im Suermondt-Ludwig-Museum neu besetzt wird, steht noch nicht fest.