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Alsdorf: Samuel Schürmann und die Aachener Jazzband Swing.it

Alsdorf : Samuel Schürmann und die Aachener Jazzband Swing.it

Die Fortsetzung einer wunderbaren Freundschaft: Dass die Chemie zwischen dem in Berlin lebenden Sänger Samuel Schürmann und der Aachener Jazzband Swing.it stimmt, ist von Beginn an spürbar. Die Musiker standen am Samstagabend zum dritten Mal gemeinsam auf der Bühne des Fördermaschinenhauses im Alsdorfer Energeticon.

Für lateinamerikanische Klänge und einen Hauch Boss Nova hatten sich Schürmann und Saxofonist Heribert Leuchter, Gero Körner (Piano), Steffen Thormählen (Schlagzeug) und Werner Lauscher (Bass) diesmal entschieden. Das Programm ist ausgefeilt, 20 Titel geben mal Raum für romantische Klänge, mal für fetzige Rhythmen.

Randy Crawfords „One Day I‘ll Fly Away“ eröffnet den Abend. Schürmann ist auf der Bühne ganz der lässige Gentleman. Er singt nicht nur, er ist auch Gastgeber und Moderator. Immer wieder liefert er Hintergrundinformationen. Zu Cy Colemans „The Best Is Yet To Come“ zum Beispiel: Der Song wird oft nur mit Frank Sinatra in Verbindung verbracht — zu Unrecht.

Zu Schürmann passen solche Klassiker perfekt, er macht sie durch seine Interpretation zu „eigenen“ Stücken. Das ist auch bei dem Standard „Speak Low“ so, den Kurt Weill ursprünglich für das Broadwaymusical „One Touch Of Venus“ schrieb. Nach der Pause begeistern Jacques Brels unsterbliches Chanson „Ne Me Quitte Pas“, aber auch der Bossa-Nova-Klassiker „So Many Stars“ von Sergio Mendes. Die hervorragende Akustik und das Spiel des Lichtes machen das Erlebnis für alle Sinne im Fördermaschinenhaus perfekt.

Schürmanns Anhänger lieben seine Interpretation der Ballade „Here‘s To Life“. Mit dieser Zugabe sorgte er im Energeticon noch einmal für Gänsehautmomente. Es ist eines der Lieder, die seine Stimme besonders intensiv zur Geltung bringen. Und nicht zuletzt schließt sich mit diesem Titel auch der Bogen zum ersten gemeinsamen Konzert des Sängers mit Swing.it im Energeticon 2013.

Begeisterter Applaus. Auf eine Fortsetzung der musikalischen Freundschaft zwischen Aachen und Berlin dürfen Jazz-Fans gespannt sein.