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Gelsenkirchen: Ruhrtriennale zu 73 Prozent ausgelastet

Gelsenkirchen : Ruhrtriennale zu 73 Prozent ausgelastet

Jetzt kommt die Stunde der Kritiker, der Verteidiger und der Skeptiker: War die neue Ruhrtriennale, deren erste sechswöchige Saison mit über 80 Vorführungen am Sonntag zu Ende geht, top oder doch ein Flop?

Die nackten Zahlen von 28 000 verkauften Karten, eine Gesamtauslastung von 73 Prozent, drängen zur Nachbesserung. „Ein gutes Resultat, aber ich hätte gern 30 000 Karten verkauft”, resümiert der prominente Festivalleiter Gérard Mortier.

Nicht verwunderlich und erfreulich für ein Festival, das erst noch bekannt werden muss, tröstet NRW-Kulturminister Michael Vesper (Grüne). Immerhin: Die Düsseldorfer Landesregierung lässt sich die Triennale, die kulturellen Glanz auf das Krisen gebeutelte Revier werfen soll, bis 2004 stolze 40 Millionen Euro kosten.

Fazit: Mehr Werbung - etwa bei den Kickern „auf Schalke” oder als Spot auf der Kinoleinwand ist abgemachte Sache. Bis 2007, so betont Vesper, stehe die Triennale ganz sicher auf festen Füßen.
Die zweite Saison startet am 30. April 2003, sie soll nicht weniger anspruchsvoll werden wie die erste, versichert Mortier.