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Köln: RP warnt vor billigen Lichterketten

Köln : RP warnt vor billigen Lichterketten

Dünne Drähte, starke Laserstrahlen: Kurz vor Weihnachten hat die Bezirksregierung Köln vor Gefahren von schlecht verarbeiteten Billigartikeln gewarnt.

„Das ist eine erheblich große Gefahr, bis hin zu tödlichen Unfällen”, sagte der Hauptdezernent für Produktsicherheit, Karl Smeetz, am Freitag in Köln.

Mängel gebe es vor allem bei Elektroartikeln und Spielzeug. Lichterketten und Kabeltrommeln mit dünnem Klingeldraht und schlechter Isolierung könnten etwa zu Stromschlägen und Bränden führen, Spielzeugpistolen mit zu starken Laserstrahlen Verbrennungen im Auge verursachen. Zudem könnten Kinder lose Kleinteile an Plüschtieren verschlucken.

Eine Kontrolle aller Produkte ist nach Angaben von Regierungspräsident Hans Peter Lindlar schwierig: „Teile des Marktes können heute weniger kontrolliert werden als früher”. Problematisch sei die Überwachung von Artikeln auf gelegentlichen Märkten, wie Weihnachts- oder Trödelmärkten, und im Internet.

Laut Bezirksregierung hätten allein im Kölner Bezirk rund zehn Prozent aller 2500 jährlich kontrollierten Gegenstände „gravierende Mängel”. Mehr als ein Drittel komme aus China, knapp ein Fünftel aus Deutschland. Die Palette beanstandeter Produkte reiche von leicht entflammbaren Jojos bis hin zu Holzspielzeug mit bleihaltiger Farbe und Elektrospielzeug mit Netzteilen, die nicht für eine Stromspannung von 220 Volt ausgelegt sind.

Smeetz betonte, auch Produkte mit dem europäischen CE-Zeichen seien nicht unbedingt sicher. Das Zeichen zeige nur, dass es mit EU- Richtlinien übereinstimme. Allerdings sei der Hersteller selbst für die Kennzeichnung verantwortlich. Verbraucher könnten sich stattdessen im Internet europaweit über mangelhafte Artikel informieren, selbst gefährliche Produkte melden oder nach der zuständigen Behörde suchen.