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Köln/Aachen: RP Roters kritisiert AVV-Tarife

Köln/Aachen : RP Roters kritisiert AVV-Tarife

Der Kölner Regierungspräsident (RP) Jürgen Roters hat die Tariferhöhung im Aachener Verkehrsverbund zum 1. April genehmigt, gleichzeitig jedoch Kritik an der Entscheidung geübt.

„Solange die Unternehmen im ÖPNV noch rote Zahlen schreiben, kann meine Behörde die Tariferhöhung rechtlich nicht verhindern. Ich verstehe und teile auch die kommunalen Sorgen um weitere Haushaltslöcher. Verkehrspolitisch ist das ein falsches Signal”, erklärte der RP.

Roters widerspricht der Argumentation des AVV, Kürzungen von Bundes- und Landeszuschüssen würden zu einem Verlust von 2,5 Millionen Euro führen. Richtig sei, dass mit höchstens 0,6 Millionen Euro zu rechnen sei. Auch Kürzungen bei den Regionalisierungsmitteln für den Schienenpersonennahverkehr und bei den Nahverkehrspauschalen lässt der RP nicht als Begründung für die Preiserhöhung gelten.

Abschreckung für die Kunden

Sein Resümee: „Ich hätte mir gewünscht, dass man sich jetzt bei den Tarifen zurückgehalten hätte. Ständig höhere Preise, ohne dass sich gleichzeitig das Angebot nachhaltig verbessert, könnten viele Kunden abschrecken. Dann kämen zu den Kosten für die neuerliche Tarifumstellung auch noch rückläufige Einnahmen.”