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Mönchengladbach: Rentner getötet: 19-Jähriger steht wegen Mordes vor Gericht

Mönchengladbach : Rentner getötet: 19-Jähriger steht wegen Mordes vor Gericht

Ein 19-Jähriger hat am Montag vor dem Landgericht Mönchengladbach gestanden, einen Rentner erschlagen zu haben. Er habe aus Notwehr gehandelt, weil der 84-Jährige ihn sexuell bedrängt habe.

Erst als der Senior am Boden lag, habe er beschlossen, ihn auch zu bestehlen. Der Rentner hatte den Angeklagten zuvor in einer Kneipe kennengelernt und in seine Wohnung eingeladen. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft schlug der 19-Jährige dort den alten Mann nieder, um ihn auszurauben. Die Anklage lautet auf Mord.

Bei der Tat im Januar hatte der Angeklagte dem 84-Jährigen mit einer schweren Tischlampe und einer Weinflasche mehrfach auf den Kopf geschlagen. Daraufhin durchsuchte er die Wohnung und entwendete unter anderem eine Stereoanlage.

Der alte Mann starb wenig später an seinen Verletzungen. Sein Sohn fand die Leiche am nächsten Morgen. Der 19- Jährige hatte am Tatort seinen Ausweis verloren, so dass die Polizei ihn kurz darauf festnehmen konnte.

Der 19-Jährige ist überdies wegen eines Raubüberfalls auf einen weiteren Mann angeklagt. Im August 2006 soll er zusammen mit einem Mittäter das angetrunkene Opfer in dessen Wohnung bewusstlos geschlagen haben. Anschließend stahlen die beiden mutmaßlichen Täter aus der Wohnung Bargeld, Werkzeuge und Alkohol.

Das Opfer war für Montag als Zeuge vor Gericht geladen, erschien aber nicht. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft zeigt der ähnliche Ablauf beider Taten, dass der Angeklagte planvoll und zielgerichtet vorgegangen ist.