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Aachen: Reif zum „Anstoß”: 22. Theatertreffen in Aachen

Aachen : Reif zum „Anstoß”: 22. Theatertreffen in Aachen

Ein kultureller Höhepunkt des nächsten Jahres für die ganze Region wirft bereits seine Schatten voraus.

Zum zweiten Mal nach 1989 findet vom 21. bis 29. Juni das NRW-Theatertreffen in Aachen statt. Und erstmals in der 20-jährigen Geschichte des Festivals wird es von zwei Bühnenhäusern ausgerichtet: dem Theater Aachen und dem Grenzlandtheater.

Deren Intendanten, Paul Esterhazy und Manfred Langner, Schauspieldirektor Michael Helle sowie Aachens Kulturdezernentin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Kreisdirektor Helmut Etschenberg stellten den Stand der Vorbereitungen der Presse vor.

Ganz sportlich nehmen die Veranstalter die „Leistungsschau der NRW-Bühnen” (Esterhazy). Das Motto lautet „Anstoß”.

Das Ziel: „Freundschaftsspiele auf hohem Niveau” (Helle) zu präsentieren. Teilnehmen sollen zehn der 20 öffentlichen NRW-Sprechtheater, wobei jede Bühne mit Blick auf die Aufführungsmöglichkeiten in Aachen eine eigene Inszenierung nominiert.

Dramaturgen, Regisseure und Intendanten der beiden Aachener Häuser reisen bereits fleißig herum, denn sie haben die Aufgabe, die entsprechende Auswahl der besten Produktionen zu treffen, die am 14. März bekannt gegeben werden sollen.

Eine noch zu bildende Jury aus prominenten Autoren und Kritikern soll dann im Juni die beste Inszenierung, die besten Darsteller(innen), Nebendarsteller(innen) und einen Aspiranten für den Sonderpreis benennen. Gespielt wird auf den drei Bühnen des Stadttheaters und der des Grenzlandtheaters. Das Ganze wird wieder finanziert aus Landesmitteln.

Mit einem besonderen Bonbon wird das Theatertreffen am 29. Juni zu Ende gehen. Alle 20 NRW-Theater sollen je einen „Autor des Vertrauens” (Esterhazy) bestimmen, der einen 15-minütigen Monolog verfasst.

Von morgens bis abends werden diese Minidramen in einem speziellen Raum aufgeführt, den der Karlsruher Szenographie-Professor Michael Simon mit seiner Bühnenbildner-Klasse gestaltet - einen „Ur-Raum des Theaters”.

Kulturdezernentin Isabel Pfeiffer-Poensgen betonte den hohen Stellenwert, den das Theatertreffen im Kulturleben einnehmen wird. Es soll auch ein Gegenpol der bestehenden Institutionen gegenüber der Ruhrtriennale sein und darüber hinaus den Kulturstandort Aachen stärken.