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Berlin: Rechtschreibung wird mit „geringen” Veränderungen verbindlich

Berlin : Rechtschreibung wird mit „geringen” Veränderungen verbindlich

Mit nur geringen Veränderungen soll die neue Rechtschreibung wie geplant am 1. August 2005 verbindlich werden.

Die dafür zuständigen Amtschefs der Kultusministerien der Länder beschlossen am Donnerstag in Berlin, dass bis dahin noch Gespräche über Einzelheiten der Neuregelung geführt und in das Regelwerk entsprechend eingearbeitet werden werden können. Dies sei aus dem Präsidium der Kultusministerkonferenz (KMK) verlangt worden.

Die nächste Sitzung der KMK findet im März statt. Die von den Amts-Chefs als sinnvoll eingestuften Vorschläge der Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung seien „im Umfang sehr begrenzt”. Dadurch werde keine der bestehenden Schreibweisen falsch. Alle Schulbücher, die der Neuregelung bisher folgten, können somit weiter benutzt werden, hieß in einer Erklärung.

Das Mitglied der Zwischenstaatlichen Kommission Dieter Herberg betonte im Südwestrundfunk, es gehe nur um Ergänzungen und Präzisierungen der neuen Rechtschreibung. Die in der Öffentlichkeit genannte Zahl von 4000 Neuerungen sei „geradezu abenteuerlich”.

Unklar blieb, ob die Amtschefs der KMK empfehlen werden, die Zuständigkeit für die Rechtschreibreform mit dem Ende der Übergangsfrist für die Reform 2005 der „Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtscheibung” zu übertragen.

Zunächst hatte es geheißen, dass die weitere Diskussion um die Schreibregeln nicht mehr in einem politischen Gremium angesiedelt, sondern den Fachleuten überlassen werden sollte.