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Aachen: Publikumsverein hilft dem Aachener Orchester

Aachen : Publikumsverein hilft dem Aachener Orchester

Das Sinfonieorchester Aachen bekommt in Zeiten knapper Kassen Verstärkung: Ein neu gegründeter Förderverein soll die Arbeit des Orchesters gezielt unterstützen.

„Accelerando” heißt der vor zwei Wochen frisch aus der Taufe gehobene Verein, der sich nicht als Konkurrenz zu bestehenden Musikvereinen versteht und sich den gegenwärtigen Erfolg des Orchesters zum Anlass nimmt, die Musiker finanziell und ideell zu fördern.

„Das Aachener Publikum wurde in der jüngeren Vergangenheit von seinem Sinfonieorchester enttäuscht. Die Säle leerten sich, Konzerte waren nur noch spärlich besucht.

Unter der Leitung von Marcus Bosch aber begeistert das Orchester die Menschen wieder, die Musik ist nach Aachen zurück gekehrt, und das muss gefördert werden”, erklärt Peter Sina, der zusammen mit Angelika Jansen-Kempen und Ralf Breuer den Vorstand von „accelerando” bildet.

Gemeinsam mit dem Beirat - bestehend aus Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch, Werner Gronen vom Orchestervorstand und dem Düsseldorfer Konzertveranstalter René Breuer - soll der Freundeskreis des Sinfonieorchesters Aachen nun erweitert werden.

„Die Mitglieder können Orchesterproben besuchen und so persönlichen Kontakt zu den Musikern knüpfen”, erzählt Bosch, der hofft, dass der Aachener Verein ebenso viele Menschen anspricht wie das Pendant des Limburger Sinfonieorchesters. Dort engagieren sich 14.000 Menschen für ihre Musiker.

Mit den Spenden und Mitgliedsbeiträgen (50 Euro pro Jahr) sollen Solisten und zusätzliche Kräfte für die Aufführung größerer Werke verpflichtet sowie Defizite ausgeglichen werden.

Besonders dankbar zeigen sich die Musiker, „denn wir wissen, dass gerade in Zeiten knapper Kassen vor allem der Kulturetat immer wieder zur Diskussion gestellt wird”, sagt Gronen. Kontakt zu „accelerando” kann über Kai Weßler, 0241/4784-428, aufgenommen werden.