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Köln: Pop trifft Klassik in der Nacht der Musik-Nächte

Köln : Pop trifft Klassik in der Nacht der Musik-Nächte

Wie die Räder einer riesigen Uhr kreisen die Spots umeinander. Ihr goldenes Licht enthüllt die dunklen Schatten üppiger Palmwedel, die den Bühnenhintergrund beherrschen.

Der Sound ist kräftig, satt und druckvoll: „Toto” spielen ihren Welthit „Africa”. Jeder kann den Text mitsingen, jeder tut es, der Jubel kennt keine Grenzen. Der Auftritt der kanadischen Band ist Höhepunkt der diesjährigen „Nokia Night of the Proms”. Was 1985 in Antwerpen als Studentenparty begann, hat sich im Laufe der Jahre zum Magnet für eine halbe Million Menschen entwickelt. Die Nacht der Nächte steigt nicht nur in Belgien - wo sich die Akteure traditionell warm spielen und die Show perfektioniert wird - sondern auch in den Niederlanden und Deutschland.

Nach 26 Auftritten vor insgesamt 390000 Menschen im ausverkauften Antwerpener Sportpalais, machten die Künstler zunächst in Rotterdam Station, danach in zehn deutschen Städten. In NRW wird die „Nokia Night of The Proms” noch in der Westfalenhalle Dortmund (18./19.12.) und in der Kölnarena (20./21.12.) gastieren. „Pop meets Classic” mit bekannten Melodien hat sich als Konzept bewährt und sorgt auch in diesem Jahr für Partystimmung pur.

So haben die 72 Musiker des Orchesters „Il Novecento” und der Chor „Fine Fleur” haben klassische Hits von Strauss über Rossini bis hin zu Tschaikowsky im Repertoire. Die junge chinesische Musikerin Xue Fei Yang verzaubert das Publikum mit ihrer klassischen Gitarre.

Rockgeschichte hat Hugh Anthony Cregg III geschrieben, besser bekannt als Huey Lewis. Der 53-Jährige ist in der seutschen Version der „Nokia Night of the Proms” mit Megasellern wie „The Power of Love” und „Stuck with You” dabei.

Eine Entdeckung dagegen ist Galileo, der Sopran und Bariton gleichermaßen beherrscht und so mühelos mit sich selbst im Duett singen könnte.

Weitere Shows auch am Rhein

Donnerstag, 18. Dezember, und Freitag, 19. Dezember, Westfalenhalle Dortmund (Beginn 20 Uhr); 20. (Beginn: 20 Uhr) und 21. Dezember (Einlass 16 Uhr, Beginn 18 Uhr), Kölnarena, Preise 27 bis 58 Euro. Karten unter 069/9443660.