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Münster: Picasso lockt Massen ins Münsteraner Museum

Münster : Picasso lockt Massen ins Münsteraner Museum

In den ersten zwei Jahren seit der Eröffnung sind mehr als 165 000 Besucher ins Graphik- Museum Pablo Picasso nach Münster gekommen.

Museumsleiter Markus Müller wertet das als großen Erfolg. „Nach der Statistik des Berliner Instituts für Museumskunde erreichen nur 4,7 Prozent der deutschen Museen Jahresbesucherzahlen zwischen 50 000 und 100 000 Besuchern”, sagte Müller am Montag.

Der Erfolg sei umso höher zu bewerten, als die vorwiegend schwarz-weiße Linienkunst der Grafik gemeinhin keine Massen mobilisiere. Die Besucherbilanz des Picasso-Museums beweise, dass Picasso auch im 21. Jahrhundert kein „historisches Auslaufmodell” sei.

Das Graphik-Museum Picasso, das von einer Stiftung des Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverbandes getragen wird, sei den modernen Star-Museen zuzuordnen, die eine einzelne Künstlerpersönlichkeit in den Vordergrund ihrer Arbeit stellten.

Laut Müller verfügt das Graphik-Museum Picasso mit 900 Blättern über das nahezu komplette lithographische Werk des Künstlers. Im vergangenen Jahr konnte das Museum eine vollständige „Suite Vollard” Picassos dazukaufen. Sie umfasst 100 zwischen 1930 und 1937 entstandene Werke.

Die nächste Sonderausstellung des Münsteraner Museums beschreibt vom 22. November bis zum 16. Februar 2003 Picassos Schaffensphase zwischen 1945 und 1953. Das sei die Zeit, in der er mit der heute 81-jährigen Francoise Gilot zusammenlebte.

Zu dieser Ausstellung haben die aus der Beziehung hervorgegangenen Kinder Claude (Paris) und Paloma Picasso (London) eine Reihe von Leihgaben zugesagt, teilte der Museumsleiter weiter mit.