Aachen: Phyllida Barlow zeigt sieben neue Skulpturen in Aachen

Aachen: Phyllida Barlow zeigt sieben neue Skulpturen in Aachen

Das Aachener Ludwig Forum für Internationale Kunst zeigt sieben neue Skulpturen der englischen Künstlerin Phyllida Barlow.

Barlow habe die Arbeiten eigens für die Aachener Werkschau Ausstellung „BRINK” (13.5.-26.8.) entwickelt, sagte Museumsleiterin Brigitte Franzen am Donnerstag. Zwei der raumgreifenden Skulpturen sind auf dem gezackten Scheddach der früheren Schirmfabrik installiert. Die erste Einzelausstellung Barlows in einem Museum auf dem Kontinent findet im Rahmen des Aachener Kunstpreises 2012 statt.

Barlows Arbeiten sind monumental und aus gewöhnlichen Materialien wie Sperrholz, Planen oder Verpackungsmaterial. Als Themen greife sie Malerei, Kunstgeschichte, Gesellschaft und den öffentlichen Raum auf, sagte Franzen. Dabei schaffe sie den Bezug zu dem im Bauhausstil gebauten Museumsgebäude.

Auf einem Dachzacken installierte Barlow reifenartige Skulpturen und bemalte Arbeiten, die wie weggeworfene Protestschilder wirken. Der Besucher kann sie von innen durch ein Dachfenster sehen. Beides erinnert an Demos und Protestzüge. Mit einem gigantischen Flügel aus Pappe und Holz, auf dem Kissen und große hohle Rollen festgebunden sind, nimmt Barlow im Museumsinnenraum Bezug zur Beuys-Installation „Plight”, eine Installation aus zwei Räumen mit einem Konzertflügel.

Die 68-Jährige erhält an diesem Sonntag (13. Mai) den mit 10.000 Euro dotierten Kunstpreis Aachen. Die Jury würdigt damit die nachhaltigen Impulse, die Barlow der Kunstszene gegeben habe. Die Künstlerin entwickle seit den 60er Jahren raumgreifende Skulpturen. Gleichzeitig war sie als Professorin der Slade School of Fine Arts in London einflussreiche Lehrerin.