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Alsdorf: „Paganini” spricht acht Sprachen

Alsdorf : „Paganini” spricht acht Sprachen

Die Fachpresse und die Musikkritik großer Zeitungen feiert den Geiger Michael Jelden als „brillanten und feurigen Interpreten”, als „Paganini mit Zigeunerblut” und „geborenen Virtuosen”.

Der 34-jährige Stuttgarter gastiert auf Einladung von Kulturgemeinde Alsdorf und Stadthalle Alsdorf dort am Samstag, 17. September, 20 Uhr, mit seinem Programm „Saitensprünge”.

Der erste Teil des Konzertes steht ganz im Zeichen der „drei großen „B” Bach, Beethoven und Brahms. Nach dem c-moll-Scherzo aus der „FAE-Sonate” von Johannes Brahms und Beethovens brillanter Sonate Nr. 1, D-Dur interpretiert Jelden die Chaconne für Violine solo von Johann Sebastian Bach.

Im zweiten Programmteil vollführt Michael Jelden „Saitensprünge” zwischen ernsthafter Klassik, unterhaltendem Virtuosentum und spontan-geistreicher Moderation, die ihm zu großer Popularität verholfen haben.

Unter „Verschiedene Stücke nach Ansage” sollten sich die Zuhörer in Alsdorf einstellen auf ein unbekanntes Repertoire von Zoltan Kodaly und Jenö Hubay, aber auch auf wohlbekannte Ohrwürmer wie „La Camanella” von Niccol Paganini oder die „Préludes„ von George Gershwin.

Seit seinem Konzertdebüt als 14-Jähriger und nach dem Studium der Violine und des Dirigierens ist Michael Jelden in rund 30 Ländern in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika aufgetreten. Zwei Jahre war er Primgeiger einer ungarischen Zigeunerkapelle und ist einer der wenigen Violinisten, die Paganinis „24 Capricci” in Konzerten aufführen.

Er war Gründer und künstlerischer Leiter des größten Musikfestivals Lateinamerikas, des „Festival de Manaus” im berühmten Amazonas-Theater im brasilianischen Regenwald. Sein außergewöhnliches Können ist inzwischen auf sieben CDs festgehalten.

„Nebenbei” ist der Virtuose Jelden studierter Linguist, der acht Sprachen fließend beherrscht, was ihn weltweit zum Moderator bei eigenen Konzerten geradezu prädestiniert.

Begleitet wird Michael Jelden von der japanischen Pianistin Maki Hayashida. Die Absolventin der Geidai-Universität Tokyo und des Conservatorie National der Region in Paris ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe.

1995 debütierte sie in den Alten Oper Frankfurt mit Beethovens 5. Klavierkonzert. 1996 und 1997 war Maki Hayashida ausgezeichnete Künstlerin des japanischen Kultusministeriums.