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Notfallplan für Angriff mit Pockenviren

Notfallplan für Angriff mit Pockenviren

Düsseldorf (an-o/dpa) - Für den Fall eines Terrorangriffs mit Pockenviren hat NRW vorsorglich einen Notfallplan aufgestellt.

Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag berichtete, wolle man damit gegen den äußerst unwahrscheinlichen Ernstfall gewappnet sein. Der Plan sehe so viele Impfstellen vor, dass im Notfall die gesamte Bevölkerung innerhalb kürzester Zeit geimpft werden könne. Eine Schutzimpfung sei auch noch innerhalb von vier Tagen nach einer Ansteckung wirksam.

Eine vorsorgliche Impfung sei nicht geplant, da der Impfstoff unerwünschte Nebenwirkungen haben könne. NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer betonte, es gebe keinen Grund zu Panikmache. "Ein Angriff mit Pockenviren ist nach wie vor unwahrscheinlich, aber seit dem 11. September 2001 immerhin denkbar." Das Land stelle für Impfstoff und Vorsorgemaßnahmen zunächst 14,3 Millionen Euro bereit. Zunächst sei je eine Impfstelle je Kreis und kreisfreier. , hieß es weiter. Die Anzahl soll vergrößert werden.