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Aachen/Eschweiler: Mutter warf schnell Decke über ihr Baby

Aachen/Eschweiler : Mutter warf schnell Decke über ihr Baby

Plötzlich, beschrieb die Zeugin am Montag ihre entsetzlich Angst, „plötzlich kippte er Plastikflaschen mit Benzin” über den Boden. Und schüttete den Kraftstoff über die Mutter seines erst drei Tage alten Sohnes.

Zuvor hatte der 32-jährige Syrer Delscher S. die Zimmertüre auf der Wöchnerinnenstation verrammelt, das Baby und die Mutter wurden zu Geiseln. „Ich hab´ da gesessen und dachte, das war´s”, erklärte die 35-jährige Eschweilerin vor den Richtern.

Der Syrer, ist ihr Ex-Freund und hat am Montag vor dem Aachener Landgericht die Geiselnahme auf der Säuglingsstation des Eschweiler St.Antonius-Krankenhauses gestanden. Dort hatte am 9. März diesen Jahres seine ehemalige Freundin ihren gemeinsamen Sohn zu Welt gebracht.

Die 35-Jährige schilderte ruhig, aber immer noch sichtlich unter Schock, wie es drei Tage nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes am 12. März zur schrecklichen Tat kam. Sie hatte einen Kurzbesuch unter Begleitung seines Freundes gestattet, erklärte sie dem Vorsitzenden Richter Harald Brandt.

Als er dort beim ersten Babybesuch das Reizthema wieder anschnitt und sich eine erneute Abfuhr holte, rückte er plötzlich alle verfügbaren Möbel vor die Zimmertüre und packte aus dem Rucksack die „ein bis zwei”, wie er zugab, Plastikflaschen mit Benzin aus. „Ich habe gedankenschnell eine Decke über mein Baby geworfen”, erklärte das Geiselopfer am Montag im Zeugenstand.