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Düsseldorf: Musikhochschulen NRW: Abschied von Wuppertal

Düsseldorf : Musikhochschulen NRW: Abschied von Wuppertal

Seit August 2001 wurden die Musikhochschulen NRW in den Modernisierungsprozess der Hochschul-Landschaft einbezogen.

Das Land werde sich von keinem der zehn Standorte zurückziehen, versicherte die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft (SPD). Es werde auch keine Kürzungen bei den Landesmitteln von 52,4 Millionen Euro geben.

An den Musikhochschulen gibt es rund 4000 Studenten. Eine Kommission hat Detmold (Abt. Münster/Dortmund), Düsseldorf, Essen (Abt. Bochum/Duisburg) und Köln (Abt. Aachen und Wuppertal) überprüft. Jetzt stellte Hannelore Kraft ihr Konzept vor.

Musikhochschule Köln verliert eine Abteilung

Detmold wird Hauptstandort für den westfälisch-lippischen Raum, die Folkwang-Hochschule für das Ruhrgebiet und die Musikhochschule Köln sowie die Robert-Schumann-Hochschule für das Rheinland.

Aachen bleibt Standort von Köln, Wuppertal wird Standort der Hochschule Düsseldorf, Dortmund, wo in Zukunft auch Musik-Journalisten ausgebildet werden sollen, Standort der Folkwang-Hochschule, ebenso wie Duisburg und Bochum.

Was bedeutet das für Köln? „Ein deutlicher Verlust”, sagt Rektor Professor Josef Protschka. „Zu Wuppertal gab es eine wichtige, gute Beziehung. Hier wurde die Allgmeine Musikerziehung stets in der Nähe eines künstlerischen Anspruchs gesehen.”

Aus Sicht Kölns wurde die Entscheidung aus rein ordnungspolitischer Sicht getroffen. „Jenseits sachlicher Argumentation”, so Protschka. Kraft will ihre Pläne bis zum Wintersemester 2003/2004 umsetzen.