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Aachen: Musikalisch träumen mit Judith Berning

Aachen : Musikalisch träumen mit Judith Berning

Unter dem Titel „Träume” geben Judith Berning, als Mezzosopran Ensemblemitglied am Aachener Theater und derzeit als „Rose” in „Street Scene” und als Dorabella in „Cos" fan tutte” zu hören, und Studienleiter Peter Bortfeldt (Klavier) einen Liederabend mit ungewöhnlichem Programm.

Er findet statt am kommenden Montag, 13. Januar, 20 Uhr, im Foyer des Großen Hauses.

Am bekanntesten sind noch Richard Wagners Wesendonck-Lieder, denen fünf Gedichte Mathilde Wesendoncks - Wagners großer Liebe - zugrunde liegen und die eine zweite Frucht seines schweizerischen Exils nahe Zürich darstellen, in der auch seine berühmte Oper „Tristan und Isolde” entstand und nicht wenig Einfluß auf die Lieder ausgeübt hat.

Gedichte der schottischen Königin

Robert Schumanns Gesänge aus „Maria Stuart” - die Gedichte werden der schottischen Königin zugeschrieben - sind ein Spätwerk und gehören zu den unbekannteren Liedern des Komponisten.

Vollends in die Gefilde des - für deutsche Verhältnisse - Unbekannten entführen die „Sea Pictures„ des englischen Komponisten Edward Elgar.

Das eigentlich für Solo und Orchester geschriebene Werk, dessen Gedichte von verschiedenen Autoren stammen, entstand im selben Jahr, 1899, wie die weithin berühmten „Enigma-Variations” für Orchester.

Direkt um Träume geht es - abgesehen von einem der Wesendonck-Lieder, das explizit mit „Träume” betitelt ist - jedoch nicht, obschon fast allen Texten etwas Unwirkliches, Sehnsuchtverhaftetes innewohnt.

Vielmehr gab die traumhaft schöne, bei Wagner und Elgar ins Ariose gesteigerte Musik dem Abend seinen Namen sowie der besondere Wunsch Bernings, eben jene ausgewählten Stücke, mit denen sie sich seit längerem beschäftigt und die ihr am Herzen liegen, zu singen.

Insofern handelt es sich auch ganz real um „Wunschträume”, deren Realisation der Zuhörer an diesem Abend miterleben darf.