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Popmusik: Lambchop mit „Trip“ im Kurzcheck

Popmusik : Lambchop mit „Trip“ im Kurzcheck

Das Wichtigste zuerst: Kurt Wagner singt jetzt wieder. Also so richtig, ohne den Stimmverfremdungseffekt Autotune, der die vorherigen Veröffentlichungen von Lambchop maßgeblich geprägt hat.

Nun kann man also wieder seinem weichen, warmen Bariton lauschen, und allein das lässt einem wohl werden ums Herz. Für „Trip“ hat Wagner sich ansonsten ein wenig zurückgenommen und seine Bandkollegen gebeten, Songs auszuwählen, die sie gerne einmal covern würden. Die Spannweite reicht von Wilcos fragilem „Reservations“, das Lambchop auf 13 (!) Minuten ausdehnen, über das berührende „Where Grass Wont Grow“ von Country-Ikone George Jones bis hin zu den Soul-Anklängen von Stevie Wonders „Golden Lady“ und „Love Is Here And Now You’re Gone“ von The Supremes.

Das Kuriose ist, dass die Originale zwar eindeutig erkennbar sind, aber alle verlambchopt werden, also mit dieser ganz besonderen Mischung aus Country, Folk, Chanson und Americana bestäubt werden. Wer braucht ein Cover-Album? Niemand! Aber dieses schon.

(chr)