Alles andere als Routine

Eric Clapton in Dresden : Clapton geht auch mit Cello

Als vor Monaten der „besondere Abschluss“ der Dresdner Musikfestspiele bekannt gegeben wurde, haben sich nicht wenige Festival-Fans etwas verwundert die Augen gerieben. Eric Clapton sollte den Schlussakkord spielen.

Nun hat der 74-jährige Blueser immer noch Kultstatus, aber seit einiger Zeit tourt er eher im Routine-Modus. Und der passt eigentlich so gar nicht zum Festival Motto „Visionen“. Die Skeptiker wurden am Montagabend in der Dresdner Messe ganz gehörig eines Besseren belehrt. Das lag vor allem an Festival-Intendant Jan Vogler.

Der hatte Clapton vor einiger Zeit kennengelernt und nach Dresden eingeladen. Der international renommierte Cellist bestritt fast ein Drittel der Show gemeinsam mit Clapton. Songs in Akustik-Version wie „Layla“, „Tears In Heaven“ oder „Running On Faith“ veredelte Vogler mit brillantem Cello-Spiel. Der Mann hatte den Abend seines Lebens!

Und wann hat man Eric Clapton in den vergangenen Jahren einmal so aufgeräumt erlebt? Das war dann doch ein krachenderer Abschlusses eines mehrwöchigen Festivals, bei dem viele internationale Stars ihre Visitenkarten abgegeben haben. Auf der von Clapton – und von Jan Vogler – steht seit Pfingstmontag ein dickes Ausrufezeichen.

(alp)
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