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Maastricht: Mordfall Nicky: Verdächtiger bleibt in Haft

Maastricht : Mordfall Nicky: Verdächtiger bleibt in Haft

Der Verdächtige, der im Zusammenhang mit der Entführung und dem Tod des niederländischen Jungen Nicky Verstappen festgenommen wurde, bleibt weiter in Haft. Die zuständigen Richter verlängerten die Untersuchungshaft um zwei Wochen.

Das teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Maastricht mit. Außerdem werde ein psychologisches Gutachten erstellt. Der elfjährige Nicky war im August 1998 unter ungeklärten Umständen aus einem Zeltlager im niederländischen Grenzgebiet bei Aachen verschwunden und einen Tag später in der Nähe tot aufgefunden worden.

Nach Angaben seines Anwalts Lou Bouts hat der 36-Jährige aus Landgraaf in den Vernehmungen die Tat bestritten. Er hatte sich durch Briefe verdächtig gemacht, die er an einer Gedenkstätte abgelegt hatte. „Zum Inhalt der Briefe darf ich nichts sagen”, sagte Bouts. Auch zu der Motivation für die Briefe äußerte er sich nicht.

Sein Mandant sei schon lange psychisch krank, sei aber bisher nicht behandelt worden. Seit 1997 habe der 36-Jährige nicht gearbeitet. Der Anwalt bestätigte Medienberichte, wonach in den vergangenen Jahren im Fall Nicky Verstappen mindestens fünf Tatverdächtige festgenommen und wieder freigelassen worden waren.