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Monschau: Monschau: „Eine Ehe von Kunst und Kommerz”

Monschau : Monschau: „Eine Ehe von Kunst und Kommerz”

Landrat trifft Mary Poppins. Wo? Im „weißen Haus” in Monschau. Dort wurde jetzt das Kunst- und Kulturzentrum des Kreises Aachen, kurz KuK genannt, eingeweiht.

Diesmal endgültig, denn ein Teil des Zentrums war bereits Ende November vergangenen Jahres, rechtzeitig zum Weihnachtsmarkt, eröffnet worden.

Jetzt aber ist das Gründerzentrum für Kunst- und Kulturschaffende auch bis ins oberste Stockwerk fertig, und fast war es schon zu klein, um die illustre Schar von Politikern, Künstlern und Kunstinteressierten zu fassen, die sich bei der Eröffnungsfeier in Ausstellungsräumen, Ateliers und auf der Treppe drängten: Denn statt eines trockenen Stehempfangs lud die Ateliergemeinschaft zunächst zu einem Spaziergang durch die Welt der Phantasie und Poesie ein.

Denn nicht nur die bildende Kunst hat in Monschau ein neues Zuhause gefunden, sondern auch Schauspielkunst und Tanz haben es. Nun ist das Kulturzentrum im ehemaligen Finanzamt des einstigen Kreises Monschau aber bei weitem kein Elfenbeinturm.

„Im Kuk-Zentrum geht die Kunst eine Ehe mit dem Kommerz ein”, beschrieb Landrat Carl Meulenbergh den Charakter des Modellprojektes, das wegen seiner Einzigartigkeit auch vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert wird.

So hatten sich zur Eröffnung auch gleich zwei Vertreter von Ministerien nach Monschau bemüht: Ministerialdirigent Reinhard Thomalla vom Ministerium für Wirtschaft und Arbeit und Hans-Dieter Collinet, Leiter der Abteilung Stadtentwicklung beim Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport.

Ein ganz besonderer Dank galt an diesem Tag aber auch der Initiatorin des KuK, Nina Mika-Helfmeier, Leiterin der Stabsstelle für Projektentwicklung beim Kreis Aachen.

Ab morgen ist das Zentrum mit seinen zwölf Ateliers regelmäßig für Besucher geöffnet, die den Künstlern der verschiedensten Richtungen vom Objekt-Design bis hin zur Grafik-Agentur durch große „KuK-Löcher” zuschauen können. Aber natürlich hoffen die Initiatoren nicht nur auf Publikum, sondern auch auf liquide Kundschaft.