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Aachen: Mörderische Dorf-Clique in der Eifel

Aachen : Mörderische Dorf-Clique in der Eifel

Baumeister, Rodenstock, Emma, Satchmo und Paul - Fans der Eifel-Krimis von Jacques Berndorf sind sie so vertraut wie Verwandte.

Von neuesten kriminellen Machenschaften - „Eifel-Liebe” - berichtete Berndorf alias Michael Preute im restlos ausverkauften Forum der Mayerschen Buchhandlung.

350 Berndorf-Fans hatten sich schon im Vorverkauf eine Karte gesichert und konnten so den kauzigen Journalisten und Krimi-Autor aus der Eifel live erleben.

Der 65-Jährige legt die unvermeidliche Pfeife neben sich und beginnt: Zum Aufwärmen gibt es die traditionellen „Nachrichten aus dem Busch” - Rosi 3, Engelchen 1 und ihre Kolleginnen entzweien mit ihren Liebesmobilen die Gemeinschaft der Eifeler.

Dann greift Berndorf zu seinem elften Eifel-Krimi „Eifel-Liebe”: „Baumeister ist in einer ungewöhnlichen Situation - er ist allein zu Haus”, steigt er in die neue Story ein. Und produziert bei allen Kennern seiner Bücher gleich wissendes Gelächter.

Natürlich hat Baumeister nicht lange etwas von seiner ungewohnten Ruhe. Leiche eins folgt auf den Fuß, Leiche zwei bis vier kommen im Laufe der 318 Seiten hinzu.

Doch wer Berndorf kennt, weiß, dass nicht die Morde die Faszination seiner Krimis ausmacht. Neben der Beschreibung der Koexistenz von Journalist Baumeister, seinen Katzen und dem Kriminalrat a.D. Rodenstock sind es die erstaunlichen Einblicke. In „Eifel-Liebe” ist es die Dorf-Clique.

„Dorfleben ohne Cliquen funktioniert nicht”, so Berndorf. „Man braucht sie für die Kirmes, das Feuerwehrfest und solche Sachen.” Hier existierten jedoch auch ganz eigene Regeln, die durchaus für einen Mord ausreichende Aggressionen produzieren könnten.