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Moderne Kunst erzielt Weltrekord-Preise

Moderne Kunst erzielt Weltrekord-Preise

New York. Der New Yorker Auktionsreigen mit Werken von Impressionisten, Vertretern der Modernen sowie der Zeitgenössischen Kunst hat mit einem Paukenschlag begonnen.

Drei namhafte Künstler, der Italiener Amedeo Modigliani, der Franzose Fernand Léger und der britische Bildhauer Henry Moore, erzielten Weltrekordpreise.

Nach Angaben des Auktionshauses Christies in New York wurde Modiglianis Akt „Nu couché (sur le cot´s gauche)” aus dem Jahr 1917 für knapp 26,9 Millionen Dollar (23,4 Millionen Euro) versteigert.

Der Schätzpreis hatte bei 20 bis 25 Millionen Dollar gelegen. Noch größer war der Gewinn für den Verkäufer von Fernand Légers „La femme en rouge et vert” (1914).

Das kubistische Kunstwerk wurde für 22,4 Millionen Dollar zugeschlagen - fast dem Doppelten des geschätzten Wertes von 10 bis 15 Millionen.

Moores dreigeteilte Skulptur „Three Piece Reclining Figure: Draped” (1975) fand für 6,16 Millionen Dollar (Schätzpreis 4 bis 5 Millionen) einen Liebhaber.

Christies gab am Mittwoch ein Gesamtergebnis von 117 Millionen Dollar bekannt und lobte den „einfach phantastischen” Auftakt.

Nach Auskunft des Auktionators, Christies Ehrenvorsitzendem Christopher Burge, brachte der Abend die besten Gebote für Impressionisten und Moderne Kunst seit Jahren.

81 Prozent der Lose wurden abgesetzt und 94 Prozent des angepeilten Höchstwertes erzielt.

Zwei Meisterwerke von Vincent van Gogh, „L´allée des Alyscamps” und „Le pont de Langlois Arles” wurden anonymen Käufern im Rahmen ihres Schätzwertes für 11,76 und 8,29 Millionen Dollar zugeschlagen.

Das erste („Lallée des Alyschamps”) ist ein Ölgemälde von 1888, das eine mit Pappeln gesäumte Promenade durch einen römischen Friedhof zeigt.

„Le pont de Langlois Arles” dagegen ist ein Aquarell von der Zugbrücke von Arles, das seit 1928 im Besitz der gleichen Familie und dadurch 75 Jahre nicht mehr auf dem Markt gewesen war.

Gustave Caillebottes „Chemin montant” (1881) aus dem Jahr 1881 wurde für 6,7 Millionen Dollar versteigert, dem zweithöchsten Preis, der je für den Künstler bei einer Auktion gezahlt wurde.

Das Bild zeigt ein Paar beim Spaziergang durch die Landschaft. Es war nach mehr als 100 Jahren 1994 erstmals wieder für die Öffentlichkeit zu sehen gewesen - bei der internationalen Retrospektive „Gustave Caillebotte: Urban Impressionists”.