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Wegberg/Düsseldorf: Ministerium will Wegberger Skandalklinik erhalten

Wegberg/Düsseldorf : Ministerium will Wegberger Skandalklinik erhalten

Die wegen möglicher Behandlungsfehler in die Schlagzeilen geratene Klinik in Wegberg soll erhalten bleiben.

„Wir streben gemeinsam eine dauerhaft tragfähige Lösung für die St. Antonius Klinik in Wegberg an. Dabei geht es vor allem um den Erhalt des Standortes und eine ortsnahe medizinische Versorgung der Bevölkerung”, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Donnerstag nach einem Gespräch zwischen Vertretern der Stadt Wegberg, der im Rat vertretenen Parteien und Vertretern des Ministeriums mit.

Dieses Ziel werde einvernehmlich von allen Beteiligten angestrebt, hieß es. Einig war man sich den Angaben zufolge auch darin, „dass die Verhandlungen über eine Nachfolgelösung zügig vorangetrieben werden müssen”. Einigkeit bestand demnach auch bei dem Ziel, dass die engmaschige Überwachung des Krankenhauses durch das Gesundheitsamt aufrechterhalten werden muss.

Im Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Chefarzt der Wegberger Klinik war der Mediziner Anfang November durch mehrere Sachverständigengutachten belastet worden. Laut Einschätzung der Gutachter kam es insgesamt bei 19 Patientinnen und Patienten im Alter zwischen 50 und 92 Jahren zu Kunstfehlern.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Ende Dezember vergangenen Jahres gegen den Klinikchef wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und schwere Körperverletzung. Der Arzt darf inzwischen nicht mehr arbeiten, weil seine Berufszulassung vorläufig ruht. Der Mann ist aber noch Klinikleiter. Er hatte das Hospital vor einigen Jahren von der Stadt übernommen.