Düsseldorf: Mehr als „Happy“: Pharrell Williams‘ vor 10.000 Fans

Düsseldorf: Mehr als „Happy“: Pharrell Williams‘ vor 10.000 Fans

Im vergangenen Sommer gab es vor der akustischen Zwangsbeglückung mit „Happy“ von Pharrell Williams kaum ein Entkommen.

Ob via Radio oder Videos, in denen Kiddies bis hin zu Senioren zu den munteren Gute-Laune-Rhythmen der Musik aus dem Film „Einfach unverbesserlich 2“ tanzten, „Happy“ zauberte den Menschen eine glückselige Mimik ins Gesicht. Dass aber der amerikanische Musiker und Produzent weitaus mehr kann, als kurzweilige Sommerhits schreiben, bewies der 41-Jährige vor rund 10.000 begeistert mitgehenden Fans im Düsseldorfer ISS Dome.

Ravels „Bolero“ und dessen subtile Rhythmussteigerung mögen beim Intro Pate gestanden haben, doch Willliams will seine Fans nicht allzu lange auf die Folter spannen, intoniert mit seiner smarten Falsett-Stimme

„Come Get It Bae“ — und er darf die erste Jubelwelle auskosten. Für Befürchtungen, dass es ab jetzt nur noch gilt, die Wartezeit bis „Happy“ irgendwie zu überbrücken, ist jedoch kein Anlass. Neben Songs vom aktuellen Album „Girl“ präsentiert er reichlich Cover-Versionen, von Nelly über Jay Z, Busta Rhymes und Snoop Dogg, bis hin zu Robin Thicke sowie Daft Punk. Allerdings hat er allen Songs als Produzent seinen Stempel aufgedrückt.

Sein Konzert wird somit zu einer beeindruckenden Retrospektive seiner Produzententätigkeit. Zwischenzeitlich ist Party angesagt, zu N.E.R.D.-Titeln wie „Rock Star“ dürfen Jungs mit auf die Bühne, bei „Lapdance“ sind es diejenigen, um die sich in seinen Songs meist alles dreht, die Girls. Nach rund einer Stunde ist die Party fast vorbei. Was dann noch kommt, sind die Zugaben, und mit dabei — wen wundert‘s — das begeistert mitgesungene „Happy“.

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