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Würselen/Marl: Maxdata streicht jede vierte Arbeitsstelle

Würselen/Marl : Maxdata streicht jede vierte Arbeitsstelle

Der tief in die Verlustzone gerutschte Computer- Hersteller Maxdata will jeden vierten seiner weltweit insgesamt 1200 Arbeitsplätze streichen.

Ein Restrukturierungsplan mit weiteren Einzelheiten zu dem geplanten Arbeitsplatzabbau werde in etwa vier bis sechs Wochen vorgelegt, kündigte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag an.

An der deutschen Fertigung werde jedoch festgehalten. Neben der Hauptverwaltung in Marl mit rund 550 Beschäftigten betreibt Maxdata eine eine Computer- Fertigung in Würselen mit derzeit 450 Beschäftigten. Weitere 200 Mitarbeiter sind im Ausland beschäftigt.

Der Aufsichtsrat des Unternehmens aus Marl (Kreis Recklinghausen) hatte am Mittwochabend in einer außerordentlichen Sitzung den „einschneidenden” Restrukturierungsplan beschlossen. Dadurch soll das im vergangenen Jahr mit einem Verlust vor Steuern und Zinsen von 34,8 Millionen Euro tief in die roten Zahlen gerutschte Unternehmen wieder in die Gewinnzone kommen.

Der Umsatz war 2005 mit 657 Millionen Euro unter dem Ziel von 700 Millionen Euro geblieben. Auch in den ersten beiden Monaten 2006 habe der Geschäftsverlauf „deutlich hinter den Erwartungen” gelegen, hieß es.

Vorstandssprecher Jürgen Renz habe sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt, hieß es nach der Sitzung. Renz hatte Mitte Januar angekündigt, das Unternehmen wolle 2006 mit einem Wachstum vor allem in Osteuropa ein ausgeglichenes Betriebsergebnis erreichen.

Die Federführung der geplanten Restrukturierung soll Thomas Stiegler übernehmen, der seit 2001 im Maxdata-Vorstand sitzt.