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Köln: Masern-Epidemie an Rhein und Ruhr

Köln : Masern-Epidemie an Rhein und Ruhr

Angesichts der Masern-Epidemie im Ruhrgebiet und am Niederrhein hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) einen Runden Tisch zu Impfprogrammen gefordert.

„Die derzeitige Masernwelle ist ein Versäumnis nationaler Gesundheitspolitik durch Bund und Länder”, kritisierte der Verband am Mittwoch in Köln.

Gesundheitsbehörden von Bund und Ländern sollten endlich nationale Impfziele festlegen. Die Politik müsse entscheiden, mit welchen Impfprogrammen bestimmte Infektionskrankheiten ausgerottet werden sollten. Es müsse auch über eine Impfpflicht nachgedacht werden.

Bisher sind in den betroffenen Gebieten rund 420 Masern-Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen gemeldet worden. Da Impflücken bei ihnen gegen die hoch ansteckende Virus-Erkrankungen bestehen, gehen Experten von einem weiteren Anstieg aus.

Masern-Fälle wurden etwa aus Duisburg, Mönchengladbach, Krefeld, Dortmund und Oberhausen gemeldet. Aber auch beliebte Reiseländer wie Dänemark, Spanien, Schweden oder Kenia melden ungewöhnlich viele Fälle. Das Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf rät Urlaubern zur Impfung - mindestens zehn Tage vor Reiseantritt.