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Maastricht: Maastrichter Campus kostet 104 Millionen Euro

Maastricht : Maastrichter Campus kostet 104 Millionen Euro

Anfang 2005 beginnen die Arbeiten zum Universitätscampus im Maastrichter Stadtteil Randwyck.

Das 104 Millionen Euro teure Projekt, ein Entwurf des weltberühmten spanischen Architekten Santiago Calatrava, sieht Wohnungen für 600 Studenten und Dozenten, Geschäfte, Restaurants, Internetcafés, Computerservice, eine Tiefgarage und ein Sportzentrum vor, das den Maßstäben des Nationalen Olympischen Komitees entspricht.

Calatrava, bisher vor allem für seine Brückenentwürfe und Gebäude mit großen Spannweiten bekannt, entwarf unter anderem das Olympische Stadion in Athen.

Der Plan für ein in sich geschlossenes Hochschulgelände östlich der Maas existiert schon seit 1999, entwickelt von der Wohnungsgesellschaft Servatius. Bei den Stadtspitzen stieß die Idee für den Campus am Rande der Stadt aber lange Zeit auf wenig Gegenliebe. Zu teuer und zu sehr in sich geschlossen, waren zwei Gründe für die Ablehnung.

Prestigeobjekt

Verschiedene Faktoren haben im Laufe der Zeit zum Sinneswandel geführt: Zum einen droht in Maastricht in absehbarer Zeit ein Mangel an Studentenbuden, zum anderen versprechen sich die Stadtspitze, die Provinz Limburg und die Universität selbst durch dieses Prestigeobjekt gesteigerte Anziehungskraft bei Studenten aus aller Welt. Die legten - wie es am Dienstag bei der Vorstellung der Pläne hieß - sehr viel Wert gerade auf ausgezeichnete Sportmöglichkeiten.

Die drei Parteien sehen unter den geänderten Umständen auch kein Hindernis mehr, für ein Defizit von neun Millionen Euro in der Kostenplanung geradezustehen.