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Düsseldorf: Lustig und turbulent: Kinder-Musical „Dschungelbuch” in Düsseldorf

Düsseldorf : Lustig und turbulent: Kinder-Musical „Dschungelbuch” in Düsseldorf

Wie schon letztes Jahr mit „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer” hat Kindermusiktheatermacher Christian Berg auch bei „Das Dschungelbuch” den Bogen raus. Aus dem Klassiker von Rudyard Kipling hat er eine Inszenierung gestrickt, die ebenso fesselnd wie lustig und turbulent gerät.

Mit der schwungvollen Musik von Konstantin Wecker wird ein prima Musical draus. Die Premiere im Düsseldorfer Capitol Theater begeisterte nicht nur Jungen und Mädchen, sondern auch die Erwachsenen.

Inmitten eines eigentlich simplen, aber wunderschön ausgeleuchteten Bühnenbilds mit Inka-Stadt, Palmenstauden, Wolfsfelsen und exotischer Blütenpracht entführt „Das Dschungelbuch” zwei Stunden (inklusive 20 Minuten Pause) auf eine wundersame Reise.

Sie führt nach Indien, wo das Menschenkind Mowgli von Wölfen aufgezogen wird und nach den Gesetzen des Dschungels aufwächst. Dass Mowgli ein Mädchen ist - mit spitzbübischem Charme und ansteckendem Lachen von Victoria Müller gespielt - tut der Sache keinen Abbruch. Im Gegenteil. Jetzt haben auch die Mädchen eine neue Heldin.

Schon Vierjährige verfolgen gebannt und ohne jeden Verlust an Konzentration - auf ihren Kindersitzen vorgereckt, mit tellergroßen Augen und weit offen stehendem Mund -, wie Mowgli mit Ba-gheera, dem Panther (Steve Alex) und Baloo, dem Bären (Benjamin Witthoff) Freunde fürs Leben gewinnt.

Wie er singenden Geiern und tanzenden Elefanten begegnet, vom Affen Bandar-Log (Lilian Wilhelm) entführt wird, von der Schlange Kaa (Julie Anne Boyle) hypnotisiert und vom Tiger Shir-Khan (ebenfalls Ari Gosch) fast gefressen.

Einsame Spitze: Ari Gosch, der sich vom ängstlichen, leicht trotteligen Erzähler in einen richtig miesen, ganz fiesen Tiger verwandelt. Shir-Khans jazziges Lied „Sei mal richtig böse” ist heimlicher Spitzenreiter der Dschungel-Hitparade.