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Aachen: Ludwig Forum: Die Amerikaner gehen, die Schottin kommt

Aachen : Ludwig Forum: Die Amerikaner gehen, die Schottin kommt

Die Handwerker sind wieder unterwegs im Aachener Ludwig Forum. Nach Abschluss der Jubiläumsausstellung „Hyper Real - Kunst und Amerika um 1970” laufen die Vorbereitung für die Klanginstallation der schottischen Künstlerin Susan Philipsz.

Am 10. Juli geht es los, bis dahin bleibt die große Ausstellungshalle für Besucher weitgehend geschlossen. Wasser spielt bei Philipsz eine wichtige Rolle - passend zu Aachen, der Stadt der heißen Wasserquellen. Das ermöglicht viele Optionen für Aktionen außerhalb des Forums. Und „Hyper Real”? Es war die „bestbesuchte Ausstellung der vergangenen zehn Jahre”, sagte Forums-Direktorin Brigitte Franzen. Von gut 30.000 Besuchern spricht sie in einer ersten Bilanz. Die Verbindung mit der noch bis zum 26. Juni laufenden van-Cleve-Ausstellung im Suermondt-Ludwig-Museum unter dem Motto „Parallelwelten” habe sich bewährt.

An ein paar Stellschrauben könne man noch drehen, sagt Franzen, etwa an der Bewerbung des Shuttle-Service. Aber auch hier gilt: „Wir wollten beweisen, dass sich Kunstfreunde auch von außerhalb leicht und problemlos in der Stadt bewegen können. Das ist gelungen.”

Unter den 30.000 sind natürlich auch die vielen Kinder und Jugendlichen oder Kunststudenten, die freien Eintritt hatten. Aber das war auch so gewollt und durch den außergewöhnlich hohen Anteil an eingeworbenen Fördermitteln möglich. Auch das Marketing konnte mit dem Geld intensiviert werden. „Wir haben in Düsseldorf und Köln werben können. Das ist schon besonders.”

Die Analyse der Besucherzahlen wird Franzen der Politik vorlegen. Die Freunde über den Erfolg der Ausstellung bleibt bei ihr: „Wir haben gezeigt, dass man massentaugliche und anspruchsvolle Kunstpräsentation sehr gut miteinander verbinden kann.”