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Gladbeck: Literaturbüros in NRW fürchten Kürzungen

Gladbeck : Literaturbüros in NRW fürchten Kürzungen

Vor einer weiteren Kürzung der Förderung von freien Literaturprojekten hat der Sprecher der vier nordrhein- estfälischen Literaturbüros, Gerd Herholz, gewarnt.

Die Einrichtungen müssten angesichts der abnehmenden Lese- und Verständnisfähigkeiten der Schüler sogar besser ausgestattet werden, sagte der Leiter des Literaturbüros Ruhrgebiets in Gladbeck. Weitere Literaturbüros gibt es in Detmold, Unna und Düsseldorf.

Der Landeshaushalt sehe für 2003 eine Kürzung der Mittel für freie Projekte um 25 Prozent vor, sagte Herholz weiter. Dem Büro Ruhrgebiet seien für 2003 erst 40 Prozent der 2002 erhaltenen 64 000 Euro bewilligt worden.

„Nach Pisa ist von all den vollmundigen Versprechungen einer Bildungsoffensive wenig übrig geblieben”, kritisierte Herholz. Die Hälfte der Mittel für Autorenweiterbildung habe bereits gestrichen werden müssen.
Herholz verwies auf die Geschichte der Gladbecker Einrichtung.

In den 17 Jahren ihres Bestehens habe sie sich mit ihren nur 1,3 Stellen zu einer renommierten Agentur für Literatur-, Autoren- und Leseförderung entwickelt.

Neben jedem Euro Förderung, die außer vom Land auch von der Stadt Gladbeck und dem Kommunalverband Ruhrgebiet kämen, werbe das Büro zwei bis drei Euro weitere Fördermittel von Sponsoren ein.

„Dieses Geld kommt zweckgebunden der Literaturförderung zu Gute”, sagte Herholz.