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Hoensbroek: Literarisches Symposium auf der Euriade

Hoensbroek : Literarisches Symposium auf der Euriade

Einst war es Kern und Ursprung des internationalen Kulturfestivals Euriade: das Literarische Symposium.

Auch im diesjährigen Veranstaltungsreigen der zahlreichen Konzerte, Ausstellungen, wissenschaftlichen Vorträge und Lesungen nimmt die Literatur einen zentralen Stellenwert ein.

Im Kasteel Hoensbroek findet am Donnerstag von 13 bis 18 Uhr ein Literarisches Symposium mit deutschsprachigen Autoren und Wissenschaftlern statt, nachdem sich am Dienstag niederländische Autoren und Publikum auf Schloss Schönau in Aachen-Richterich getroffen haben.

Vier Schriftsteller geben sich in Hoensbroek (Klinkertstr. 110) ein Stelldichein, um aus ihren Werken zu lesen und mit den Literaturfreunden zu diskutieren: Hans Joachim Schädlich, Alex Capus, Gustav Ernst und Karin Fleischanderl. Eine Einführung wird der Aachener Germanist Theo Buck geben.

Das Generalthema der diesjährigen Euriade, „Humanität und Bestialität” hat Hans Joachim Schädlich mit Blick auf ein extremes Kapitel in der Geschichte der RWTH Aachen aufgearbeitet:

Sein neues Buch „Anders” dreht sich um die jahrzehntelang unbemerkt gebliebene Doppelidentität Schneider-Schwerte des einstigen RWTH-Rektors Hans Schwerte, wie Euriade-Chef Werner Janssen erläutert.

Der Wiener Gustav Ernst nimmt in seinem Buch „Die Frau des Kanzlers” den österreichischen Kanzler Wolfgang Schüssel aus der Perspektive seiner Frau kritisch aufs Korn.

Der in Frankreich geborene Alex Capus, Sohn einr Schweizerin und eines Franzosen, sei ein Garant für Wietz und Humor, verspricht Janssen dem geneigten Publikum eine interessante Begegnung in Hoensbroek.

Karin Fleischanderl darf als prominente Vertreterin der jungen österreichischen Litaratur gelten, sie wird, so Janssen, unter anderem auch über die Bedeutung des Werks von Elfriede Jelinek sprechen.

Ein für Mittwoch geplantes „Fest der Poesie” in Vaals fällt aus. Weitere Informationen unter 0031/45/5620680.