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Aachen/Eschweiler: Lebenslang für Mord an Bauunternehmer gefordert

Aachen/Eschweiler : Lebenslang für Mord an Bauunternehmer gefordert

Die Staatsanwältin ist sicher: Es war Mord. Deshalb beantragte sie am Dienstag „lebenslänglich” für den 43-jährigen arbeitslosen Garten- und Landschaftsbauer, die 38-jährige Ehefrau des Angeklagten soll wegen Beihilfe zum Mord die nächsten zwölf Jahre hinter Gittern verbringen.

Opfer am 23. November 2003 war ein 62-jähriger Bauunternehmer aus Eschweiler, mit dem die Frau seit 1988 ein Verhältnis hatte.

Die Angeklagte, eine Mutter von fünf Kindern - von denen drei zwischenzeitlich in Heimen untergebracht waren, zwei lebten bereits außer Haus - hielt sich hielt sich damals wieder seit drei Wochen beim „väterlichen” Freund auf, der nicht nur „väterlich” zu ihr stand.

„Ich mache Dich platt”

Während einer Stippvisite bei ihrem Mann in Alsdorf hätte sich das Ehepaar entschlossen, den Bauunternehmer mit einem Küchentuch zu erdrosseln, so die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. Immerhin habe der angeklagte Garten- und Landschaftsbauer schon einige Male dem „Freund” mit den Worten „ich mache Dich platt” gedroht. Das habe die Ehefrau auch des Öfteren mitbekommen. Im Schlaf sei der Bauunternehmer umgebracht worden. „Das ist Heimtücke”, so die Anklagevertreterin.

Für den Verteidiger des Hauptangeklagten steht fest, dass sein Mandant allenfalls wegen Totschlags verurteilt werden kann. „Da reichen acht Jahre.” Die Tat habe der Beschuldigte keineswegs geplant, auch habe das spätere Opfer nicht geschlafen. „Deshalb kann meinem Mandanten auch keine Heimtücke vorgeworfen werden.” Das Motiv des Angeklagten Motiv sei Eifersucht gewesen.

Der Verteidiger der Ehefrau ist sicher, dass ihr Beitrag lediglich als Beihilfe zu einer Körperverletzung zu bewerten ist. Er forderte für sie eine Strafe, „bei der sie nicht mehr so lange in Haft bleiben muss”.