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Köln: Ladendieb bestohlen: Da rief er die Polizei

Köln : Ladendieb bestohlen: Da rief er die Polizei

Am Samstag wurde die Polizei gegen 9.30 Uhr zum Alten Deutzer Postweg in Köln-Porz-Gremberghoven gerufen. Dort erwartete die Beamten ein Mann, der den Diebstahl der Kennzeichen an seinem Auto melden wollte.

Da der Mann keinen Fahrzeugschein vorweisen konnte, übergab er den Polizisten einen Mietvertrag für das Fahrzeug. Dieser lautete auf einen anderen Namen als der auf dem Führerschein, mit dem sich der Geschädigte auswies. Den Beamten fiel jedoch auf, dass die Führerscheinnummer im Mietvertrag und vorgezeigtem Führerschein identisch war.

Daraufhin verlangten sie den Pass des angeblichen Franzosen. Als sie diesen genauer überprüften stellten sie fest, dass die Sicherheitsmerkmale des Dokuments offensichtlich verfälscht waren. Als der angeblich 27-Jährige den Argwohn der Polizisten bemerkte, versuchte er zu fliehen, konnte jedoch bald in einem nahen Waldstück unter einem Dornenbusch aufgefunden werden.

Als der Kofferraum des Wagens untersucht wurde, fanden die Beamten eine mit Alufolie ausgeschlagene Tasche. Ein typisches "Handwerkszeug" von professionellen Ladendieben. Daneben waren noch diverse Kleidungsstücke, die noch mit den original Etiketten versehen waren. Eine Quittung konnte der Mann nicht vorweisen.

Bei der Durchsuchung der Person fanden die Beamten zusätzlich noch eine Tüte Marihuana. Auf der Wache wurden die tatsächlichen Personalien des Mannes festgestellt. Danach handelt es sich um einen 41-Jährigen aus dem Kongo. Dieser wurde sowohl wegen Diebstahls als auch wegen Betruges gesucht. Darüber hinaus lag ein Beschluss des Ausländeramtes zur Ausweisung vor. Der Mann wurde dem Haftrichter vorgeführt.