1. Kultur

Bonn: Kunstwesen von Cragg auf dem Dach

Bonn : Kunstwesen von Cragg auf dem Dach

Seit 1977 lebt und arbeitet der britische Künstler Tony Cragg in Wuppertal. Der 1949 in Liverpool geborene Bildhauer begann seine Laufbahn als Labortechniker, bevor er sich ab 1969 um die Künste bemühte.

Seit 2001 ist er Professor an der Universität der Künste in Berlin. Die jetzt eröffnete Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn zeigt 20 große Plastiken auf dem Dachgarten sowie noch einmal 20 kleinere Skulpturen nebst Papierarbeite.

Diese neueren Arbeiten sind nicht leicht zu fassen. Als wären es androgyne Wesen, deren Körper sich einfach nicht entschließen können, ob er nun organischen oder künstlichen Ursprungs sein will. Ja, tatsächlich sein will.

Denn ein entscheidendes Merkmal dieser wie geträumten Wesen ist ein spürbarer Selbstbehaupt, lebendig zu sein. Und genau so stellen sie sich dem Betrachter auf dem übrigens kostenlos zugänglichen Dachgarten der Bundeskunsthalle in den Weg.

Nichts ists mit dem Pathos der Sachlichkeit, der der gegenstandslosen Skulptur so oft nachgesagt wird und die sie unansehnlich macht gegenüber allem Lebendigen. Manche dieser überlebensgroßen Figurationen rekeln sich geradezuim Regen dieser Tage.