Düsseldorf: Kunstsammlung NRW bekommt „drittes Standbein”

Düsseldorf: Kunstsammlung NRW bekommt „drittes Standbein”

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen bekommt in Düsseldorf ein „drittes Standbein”: Ein ehemaliges Galerie-Gebäude im Stadtzentrum wird ab 12. November zum Schauplatz einer Vortrags- und Diskussionsreihe „Beuys ausstellen?”.

Mit dem Gesprächszyklus soll die große Beuys-Ausstellung „Parallelprozesse” vorbereitet werden, die die Landesgalerie ab September 2010 zeigen wird. Dies sagte die neue Direktorin der Kunstsammlung NRW, Marion Ackermann, am Montag in Düsseldorf.

Als alleiniger Sponsor werde die Düsseldorfer Bank HSBC Trinkaus mit einem „nennenswerten” Betrag zum Zwei-Millionen-Etat der Beuys- Schau beitragen, erklärten Banksprecher. Die ungenannte Summe sei die bisher größte Förderung einer Einzelausstellung in der fast 50- jährigen Geschichte der NRW-Kunstsammlung, betonte Ackermann.

Bisher hat die Landessammlung, die zu den bedeutendsten Kunstmuseen des Kontinentes gezählt wird, Ausstellungsräume am Düsseldorfer Grabbeplatz und im ehemaligen Landtag von NRW, dem Ständehaus. In dem vom Land NRW erworbenem neuen Domizil residierte von 1971 bis 2008 die legendäre Kunstgalerie Schmela, in der Joseph Beuys mehrfach bedeutende, frühe Ausstellungen gezeigt hat.

An der Vortragsreihe ist die Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe beteiligt. Hier werden Weggefährten und Museumsexperten im Vorfeld der Ausstellung die Möglichkeiten und Grenzen von Beuys- Ausstellungen diskutieren. In der Schau „Parallelprozesse” (11. September bis 16. Januar 2011) sollen nach Ankündigung der Direktorin bis zu zehn große Installationen des 1986 gestorbenen Düsseldorfer Kunstprofessors gezeigt werden.