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Köln: Kunstsammler und Museen auf der Art Cologne in Kauflaune

Köln : Kunstsammler und Museen auf der Art Cologne in Kauflaune

Die Kölner Kunstmesse Art Cologne ist am Mittwoch für die Branche vielversprechend gestartet.

Unmittelbar nach der Vernissage am Dienstagabend meldeten mehrere Galerien eine Reihe von Verkäufen, sagte ein Messesprecher in Köln.

„Der Vernissagetag erinnerte an die besten Zeiten der Art Cologne”, sagte ein erfahrener Aussteller.

Die internationale Kunstmesse, auf der bis zum Sonntag 250 Galerien aus 22 Ländern ausstellen, hatte in den vergangenen Jahren zunehmend Konkurrenz von Kunstmärkten in Berlin, Basel und zuletzt London bekommen.

Nach Messeangaben ist in Köln nun ein internationales Interesse besonders durch „etliche amerikanische Sammler” zu bemerken.

Ein Dortmunder Galerist konnte bereits zwei Aquarelle Emil Noldes, darunter ein „Doppelbildnis” für 130.000 Euro, verkaufen.

Das New Yorker Museum of Modern Art erstand eine Reihe von Papierarbeiten des Berliners Norbert Bisky.

Die Leuchtskulptur „Brainwave” des Niederländers Jan van Munster fand dagegen - trotz intensiver Betrachtung - noch keinen Abnehmer.

Als besonderen Service haben die Händler in diesem Jahr erstmals 400 ihrer wichtigsten Sammler auf Messekosten zur Übernachtung in ein Kölner Hotel eingeladen.

Den Art-Cologne-Preis in Höhe von 10000 Euro hat am Mittwoch der Kunsthistoriker und langjährige Direktor des Pariser Centre Pompidou, Werner Spies, erhalten.

Spies ist nicht nur durch zahlreiche Ausstellungen, sondern auch als Autor über Picassos und Max Ernst bekannt geworden.