1. Kultur
  2. Kunst

Fotografie-Forum Monschau wird 20 Jahre alt: Wo regionale auf internationale Fotokunst trifft

Fotografie-Forum Monschau wird 20 Jahre alt : Wo regionale auf internationale Fotokunst trifft

Das Fotografie-Forum der Städteregion in Monschau feiert im kommenden Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Im Rahmen eines Festivals soll es nicht nur eine große Geburtstagsausstellung, sondern auch viele Ausstellungen und Veranstaltungen in der gesamten Städteregion geben.

Es ist noch nicht so lange her, dass das Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der Städteregion Aachen in Monschau in Fotografie-Forum umbenannt worden ist. Der vom Land NRW geförderte Schritt war nur folgerichtig , denn Leiterin Nina Mika-Helfmeier, die auch Kulturbeauftragte der Städteregion ist, hat den Fotografie-Schwerpunkt des Hauses in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut und mit Ausstellungen namhafter Künstler wie etwa Anton Corbijn, Jim Rakete, Jürgen Klauke oder Robert Lebeck immer wieder für Aufsehen gesorgt.

Im kommenden Jahr wird die Einrichtung 20 Jahre alt, und der runde Geburtstag soll ab Ende August mit einem vierwöchigen Fotografie-Festival gebührend gefeiert werden. In dessen Rahmen wird es nicht nur im Forum in Monschau eine große Geburtstagsausstellung mit Werken der inzwischen umfangreichen hauseigenen Sammlung geben, sondern auch an unterschiedlichen Orten in der gesamten Städteregion Ausstellungen geben, bei denen einheimische Fotografinnen und Fotografen ihre Werke präsentieren können. Für diese Reihe, die derzeit vorbereitet wird, können sich interessierte Fotokünstler, aber auch Veranstaltungsstätten – vom Galeristen mit Wänden für eine kleine Serie, bis zum Besitzer einer restaurierten Industriehalle oder kulturelle Einrichtungen – noch bewerben.

Nach den Vorstellungen Mika-Helfmeiers soll eine ganze „Landschaft“ aus Galerien, historischen Gebäuden und Kunstvereinen, aber auch industriellen Denkmälern entstehen, die das Festival aufnehmen und weitertragen. „Fotografie kann an so vielen Orten gezeigt werden, gerade das ist faszinierend“, betont die Expertin für Fotokunst. „Ein Fotograf nimmt ja auch immer wieder den Kontakt zu einer neuen Umgebung auf.“ Mika-Helfmeiers Wunsch ist es, ein möglichst breites Publikum anzusprechen, Schwellenängste abzubauen, Energien in lockerer Form zu bündeln. Begleitende Events, Workshops und Treffen mit internationalen Fotokünstlern unter anderem aus der berühmten Pariser Agentur Magnum Photos, die Kooperationspartner ist, sollen den hiesigen Fotografen neue Perspektiven geben.

Förderung vom Landschaftsverband Rheinland

Das Mitwirken von Fotografinnen und Fotografen aus den Nachbarregionen in Belgien und den Niederlanden – viele von ihnen sind bereits im Netzwerk „Shift“ organisiert – soll dem Festival zusätzlich internationalen Charakter verleihen und es als „Visitenkarte“ der Grenzregion prägen. Auch in der Euregio soll es noch eine größere Ausstellung geben.

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) fördert das (eu)regionale Festival mit 40.000 Euro. „Für ganz  Nordrhein-Westfalen wird es ein besonderes Ereignis sein“, versichert der Schirmherr, Städteregionsrat Tim Grüttemeier, und fügt hinzu: „Als Städteregion wollen wir dabei natürlich nicht zurückstehen. Wir werden die 40.000 Euro des LVR um 20.000 Euro aus unseren Kulturmitteln aufstocken.“ Und Mika-Helfmeier versichert: „Wenn uns der Start gelingt, wird es dieses neue Festival alle zwei Jahre geben.“ Es gehe um das Entstehen neuer Netzwerke zwischen regionalen und internationalen Fotografen sowie zwischen Künstlern und möglichen Partnern, die Räume für Kunst bieten. Was im Kunst- und Kulturzentrum Monschau begonnen hat, soll nun auf die gesamte Städteregion ausstrahlen.

(red)