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Düsseldorf: Kripo zerschlägt vier Rumänen-Banden

Düsseldorf : Kripo zerschlägt vier Rumänen-Banden

Ermittler des Landeskriminalamts NRW haben vier rumänische Bankräuber- und Einbrecherbanden zerschlagen. Die Banden hätten in den vergangenen Jahren 33 Banküberfälle und 150 Einbrüche in NRW, Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg begangen und dabei Millionen erbeutet, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Düsseldorf.

Gegen fünf Männer beginnt in der kommenden Woche der Prozess in einem Hochsicherheitstrakt der Düsseldorfer Justiz. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung.

Mit Pistolen und schweren Vorschlaghämmern seien die Männer, die alle aus dem ostrumänischen Bacau stammen, jeweils in die Banken gestürmt und hätten Kunden und Mitarbeiter oft brutal misshandelt. Allein bei den beiden Bankraubserien seien insgesamt 2,35 Millionen Euro erbeutet worden. Zur Begehung der Taten wurden zwölf Autos gestohlen.

Das Landeskriminalamt (LKA) bildete die Sonderkommission „Veriga” („Verbindung”), um den organisierten Verbrechern auf die Spur zu kommen. Dabei waren die Ermittler auf je zwei Bankräuber- und zwei Einbrecherbanden gestoßen.

Den letzten Schlag führte das LKA im vergangenen Juli. Spezialeinsatzkräfte stoppten in Düsseldorf eine Limousine mit mehreren Bandenmitgliedern und drangen zeitgleich in drei Wohnungen ein, die die Banden zu konspirativen Zwecken nutzten. Insgesamt wurden 18 Verdächtige festgenommen. Danach war die Zahl der Einbrüche besonders im Raum Düsseldorf spürbar gesunken.

Die Beamten stellten Teile der Beute sicher, darunter 3,5 Kilogramm Goldschmuck. 350 Schmuckstücke seien noch nicht ihren Besitzern zugeordnet worden. Dadurch könnte sich die Zahl der aufgeklärten Straftaten noch erhöhen.

Gegen die Mitglieder einer der Banden hat das Landgericht Köln bereits hohe Haftstrafen mit Sicherungsverwahrung wegen schweren Raubes verhängt. Bei den Ermittlungen gegen eine von Gummersbach aus operierende Bande waren die Ermittler auch auf die in Düsseldorf residierenden Gruppen gestoßen.