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Köln: Kölnerin entwickelt tragbares Einweg-Klo für unterwegs

Köln : Kölnerin entwickelt tragbares Einweg-Klo für unterwegs

Die 62-jährige Kölnerin Eva Maria Tinter hat eine tragbare Einweg-Toilette für unterwegs entwickelt. Das Taschen-WC soll Männern Erleichterung verschaffen, wenn gerade keine Toilette in Sicht ist.

„Roadbag” ist ein silberfarbener, zusammenfaltbarer Kunststoffbeutel mit schlauchförmigem Aufsatz in Form eines Autos. Farbe und Form seien bewusst so gewählt, dass sie Männer ansprächen, erläuterte Tinter am Donnerstag in Köln. „Das Auto ist doch nun mal des Mannes liebstes Kind.” Und Silber sei die momentan die beliebteste Farbe bei der Pkw-Wahl.

Die Idee ist nicht neu: In den 90er Jahren war in Großbritannien bereits ein Trichterreservoir für blasenschwache Langstreckenfahrer entwickelt worden. Tinter setzt jedoch nach eigenen Angaben auf eine überlegene Technik. Ihr Taschen-WC enthält ein Granulat, den so genannten „Superabsorber”, der bis zu 900 Milliliter Urin aufnimmt und in ein Gel verwandelt. Verschlossen durch einen Klebestreifen, wandert dieses Urinal nach Gebrauch in den Restmüll. Jedem Exemplar liegt ein Erfrischungstuch bei. Drei Stück kosten vier Euro.

In der Öffentlichkeit urinierende Männer hätten sie auf die Idee gebracht, erläuterte Tinter. Gespräche mit Freunden bestätigten sie darin, dass es für den Roadbag einen Markt geben müsse. Mittlerweile werde der Artikel bereits in 100-Stück-Packungen bestellt. Besonders Außendienstmitarbeiter und Segelflieger seien gute Kunden. Ein Problem sei noch, dass das Thema mit einem Tabu belastet sei. „Aber wenn das Produkt erst mal an Tankstellen und Kiosken ausliegt, gewöhnt man sich schnell an den Anblick”, meinte Tinter. Über ein Pendant für Frauen denke sie bereits nach.