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Aachen: „KlangWeltReligion” mit dem Lux-Orchester

Aachen : „KlangWeltReligion” mit dem Lux-Orchester

„KlangWeltReligion” umspannt die Jahrtausende der Menschheit, erzählt von der ewigen Suche nach Liebe, Spiritualität, Trost und Erkenntnis.

Als Wiederaufführung nach der Premiere bei der Expo 2000 in Hannover präsentierte der Aachener Komponist und Musiker Heribert Leuchter mit seinem Lux-Orchester sowie der Engländerin Kate Westbrook und dem Dichter Suleman Taufiq als Rezitatoren sein Werk als Besonderheit im Dom.

Das Auftragswerk der Deutschen Bischofskonferenz, gefördert vom Deutschen Musikrat, verbindet sensible Gegenwartskomposition mit Dichterworten nahezu aller Zeiten. Höchst einfühlsam gehen die Musiker mit dem Klangraum Oktogon um.

Da steigt ein feiner Ton von Manfred Leuchters Akkodeon wie ein Sonnenstrahl zu den Mosaiken auf, sorgt Gero Körner an der Hammondorgel für warme Ruhe. Heribert Leuchter wandert mit seinem Saxophon durch den Raum.

Seine Kompositionen in ihrer fragenden Sehnsucht berühren. Stefan Kremer (Schlagzeug), Jürgen L. Sturm (Gitarre), Lothar Galle-Merkel (Bass), Christoph Titz (Trompete) und Kurt van Herk (Saxophon) stehen ihm in nichts nach. Umso störender wirkt hier, wo Fingerspitzengefühl und Zurückhaltung nötig sind, der exaltierte Gestus von Kate Westbrook.

Ihre unangebrachten Lautmalereien bis hin zum gequälten Quietscher vertreiben so manchen Zuhörer. Vielfach hat man zudem den Eindruck, die Aussagen der wunderschönen Texte sind ihr nicht bekannt. Insgesamt ein Abend, der Bedauern hinterlässt.