1. Kultur

Aachen: Klangschöne Raritäten beim 1. Kammerkonzert

Aachen : Klangschöne Raritäten beim 1. Kammerkonzert

Das 1. Kammerkonzert der neuen Spielzeit, veranstaltet von Mitgliedern des Sinfonieorchesters Aachen im Foyer des Theater Aachen, stand im Zeichen kammermusikalischer Werke mit zwei Klavieren.

Die klangschön musizierenden und perfekt harmonierenden Ausführenden waren: Philip Zehm (Klarinette), Michael Roberts (Horn), Almuth Ensinger und Walter Mengler (Violoncello), Yoko Müller-Takahashi und Matthias Rein (Klavier) und Patrick Kersken, Josef Nießen, Volker Schwenk (Schlagzeug).

Was diese Reihe, die jetzt in ihr drittes Jahr geht, so überaus reizvoll macht, ist die Auswahl der Werke.

Abseits vom gängigen Repertoire kommen Raritäten zu Gehör - zum Beispiel Bohuslav Martinus „Quartett für Klarinette, Horn, Violoncello und Kleine Trommel H 139” und Béla Bartoks „Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug Sz. 119”.

Beide Werke orientieren sich formal an der klassischen Kammermusik, füllen die Form aber mit neuem Inhalt. Die anspruchsvolle Rhythmik und Satztechnik des zweiten Werkes verlangte von den Beteiligten ein Höchstmass an Konzentration und feinjustiertem Zusammenspiel ab.

Vorangegangen waren W. A. Mozarts „Adagio und Fuge c-moll, KV 426, für zwei Klaviere” - kraftvoll und elegant dargeboten - und Robert Schumanns „Andante und Variationen für zwei Violoncelli, Horn und zwei Klaviere”.

Dieses selten gespielte Werk mit seiner typisch dunklen romantischen Grundstimmung bot allerhand Gelegenheit für tiefes, inniges Musizieren. Ganz zurecht wurden die Musiker mit dem begeisterten Schlussapplaus einer grossen Zuhörerschar belohnt.

Die zweite Aufführung findet am Montag im Foyer des Großen Hauses um 20 Uhr statt.