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Keine „Wolke” für New York: Gehrys Guggenheim-Museum gescheitert

Keine „Wolke” für New York: Gehrys Guggenheim-Museum gescheitert

New York. Der geplante Bau des neuen Guggenheim-Museums in New York ist endgültig geplatzt.

Der kühne Entwurf von Stararchitekt Frank Gehry sah vor, dass das Museum wie eine gigantische Titan-Wolke über den East River unterhalb der Brooklyn Bridge im Süden Manhattans ragen sollte.

Doch die Finanznöte der Guggenheim-Stiftung und die schwache US-Wirtschaft bereiteten dem Traum jetzt ein Ende.

Wie die „New York Times” berichtete, hat die Stiftung den Plan jetzt offiziell gestrichen. Stiftungsdirektor Thomas Krens begründete die Entscheidung damit, dass das 950-Millionen-Dollar-Projekt unrealistisch sei in einer Zeit, in der Guggenheim seinen Mitarbeiterstab und seine Programme empfindlich kürzen müsse.

Bereits am Sonntag schließe das kleine „Guggenheim Las Vegas” auf unbestimmte Zeit seine Pforten. Er räumte ein, dass das Guggenheim New York an der Fifth Avenue in Manhattan innerhalb des nächsten Jahrzehnts eine Erweiterung brauche und weiterhin zur kulturellen Belebung des Südens beitragen wolle.

„Aber angesichts der gegenwärtigen Situation muss das Projekt überdacht werden, vielleicht auf einer bescheideneren Basis und ganz sicherlich im Zusammenhang mit den Plänen der Stadt New York für den Süden Manhattans”.

Nach dem Entwurf des Architekten Gehry, der auch das berühmte Guggenheim Bilbao gebaut hat, sollte das neue Museum etwa vier Mal so groß werden wie das schneckenförmig angelegte Guggenheim im Norden Manhattans.

Außer den Kunsthallen und einem Skulpturengarten sollte es Platz für zwei Theater mit 400 und 1200 Sitzen bieten. Herbert Muschamp, der Architektur-Kritiker der „New York Times”, schrieb nach Einsicht in die Pläne im April 2000 begeistert: „Hier kommt wirkliche Architektur”.