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Aachen: Katastrophale Zustände in Simbabwe

Aachen : Katastrophale Zustände in Simbabwe

Das katholische Hilfswerk Misereor hat zum Welt-Habitat-Tag (3. Oktober) auf die katastrophale Situation von hunderttausenden Vertriebenen in Simbabwe hingewiesen. Nach dem Abriss von Armenvierteln in vielen Städten seien die Menschen obdachlos, hätten keinen Zugang zu Wasser und könnten sich selbst nicht versorgen, teilte Misereor am Donnerstag mit.

Der Welt-Habitat-Tag unterstreicht das Grundrecht auf menschenwürdige Behausung, das in vielen Entwicklungsländern nicht erfüllt wird. Die Regierung von Staatspräsident Robert Mugabe habe im Mai ohne Vorwarnung in vielen Städten Barackensiedlungen abreißen lassen. Offiziell solle damit die Kriminalität in den Slums beseitigt werden.

Misereor geht von politischem Kalkül aus, weil die Menschen in den Gebieten bei den letzten Parlamentswahlen die Opposition gewählt hätten. Örtliche Kirchenvertreter und Misereor warnen davor, die Hilfe für Simbabwe aus Protest gegen die Politik Mugabes einzustellen. Über Partnerorganisationen werde sichergestellt, dass die Hilfe bei den Bedürftigen ankomme.