Hamburg/Aachen: Karl Bartos: „Bei der Musik geht es um Leben und Tod“

Hamburg/Aachen : Karl Bartos: „Bei der Musik geht es um Leben und Tod“

Vorreiter, Wegbereiter, Pionier: Karl Bartos verdient diese Attribute mit seinem musikalischen Lebenswerk ohne Zweifel. Als Mitglied der ebenso legendären wie einflussreichen Düsseldorfer Band Kraftwerk hat er Musikgeschichte geschrieben. Nach seinem Einstieg 1975 war der heute 65-Jährige an der Entstehung von Songs wie „Das Model“, „Die Roboter“ oder „Tour de France“ beteiligt.

In seiner kürzlich erschienenen Autobiografie „Der Klang der Maschine“ zeichnet Bartos die Zeit im sagenumwobenen Kling-Klang-Studio in Düsseldorf nach. Dort wurden die musikalischen Experimente mit Synthesizer und Elektro-Schlagzeug unternommen, die später Musikstilen wie Hip-Hop, Techno oder Synthesizer-Pop den Weg ebneten.

Er schrieb mit an den Kraftwerk-Hits wie „Das Model“ oder Tour de France“: Karl Bartos ist bis heute als Musiker, Produzent und Dozent gefragt. Wie seine Ex-Kollegen ist er als Roboterfigur verewigt (kl. Bild, 2.v.l.), die Fotos haben es in die Museen dieser Welt geschafft. Foto: Patrick Beerhorst, dpa

Während das letzte verbliebene Gründungsmitglied Ralf Hütter heute mit aufwendig arrangierten 3D-Shows und neuen Versionen alter Stücke das Erbe von Kraftwerk verwaltet, veröffentlicht Bartos immer wieder neue Musik. Im Interview mit unserem Redakteur Alexander Barth blickt der Wahl-Hamburger entspannt zurück auf seine bewegte Zeit bei Kraftwerk, seinen Werdegang seit dem Ausstieg Anfang der 1990er Jahre und darauf, wie Störgeräusche im Radio sein Klangempfinden seit Kindertagen beeinflusst haben.

Kraftwerk im Jahr 2017: Das letzte verbliebene Gründungsmitglied Ralf Hütter (links) tritt mit aufwendig arrangierten 3D-Shows und neuen Versionen alter Stücke auf. Hier in der aktuellen Besetzung mit (v.l.) Henning Schmitz, Fritz Hilpert und Falk Grieffenhagen beim 47. Montreux Jazz Festival. Foto: dpa.

Herr Bartos, wie oft sitzen sie heutzutage am Schlagzeug?

Karl Bartos: Oh je, ich weiß es gar nicht genau. Viel zu selten auf jeden Fall. Das regelmäßige Spielen ist mir wohl irgendwann abhanden gekommen, weil ich schon sehr lange mehr Musik am Computer produziere. Es ist ja auch kein Instrument, das man sich einfach mit auf die Couch nehmen kann wie eine Gitarre. Mit dem Schlagzeug hat für Sie alles angefangen. Vor der Elektronik war analoger Rock‘n‘Roll. Sie haben Schlagzeug studiert, ehe in der Kraftwerk-Zeit die innovative Technik hinzu kam.

Gab es den einen Moment, in dem die Musik die Kontrolle übernommen hat?

Bartos: Ich erinnere mich an einen Moment, in dem Musik erstmals Gefühle wie nie zuvor erzeugt hat. Tatsächlich waren das die ersten Akkorde von „A Hard Day’s Night“. Die Beatles waren wie ein einziger großer Lockruf mitten hinein in meine Jugend während der frühen 60er Jahre.

Auf welchen Wegen und Kanälen ist die Musik zu Ihnen gekommen?

Bartos: Aus heutiger Sicht sprechen wir da von der auditiven Steinzeit. Ich hatte das Glück, in jungen Jahren mit einer Unmenge wahnsinnig guter Musik konfrontiert zu werden. Dabei fällt mir als erstes Radio Luxemburg ein. Besonders die Englische Hitparade hat mich gefesselt. Es war wie ein Ritual. Ich Abends im Kinderzimmer unter der Bettdecke mit einem kleinen Grundig-Radio. Der Klang war alles andere als toll, der Sender kam über Mittelwelle, es gab viele atmosphärische Störungen. Für mich waren das verrückte, manchmal außerirdische Geräusche. Heute denke ich: vielleicht lag darin auch der Reiz, umso genauer hinzuhören. Sie zeichnen Ihre vielfältigen Begegnungen mit dem Thema Klang im Buch nach. Die persönliche Entwicklungsreise führte früh aus der bayerischen Provinz nach Düsseldorf. Sie wurden professioneller Musiker, fassten eine akademische Karriere ins Auge. Es kam dann aber anders.

War es wirklich ein schnöder Anruf, der sie zu Kraftwerk brachte?

Bartos: Mein Einstieg bei Kraftwerk lief tatsächlich ganz profan. Es war eine von vielen Anfragen während der Studienzeit. Die kulturelle Landschaft in Düsseldorf war damals unheimlich reichhaltig, alle Nase lang suchte irgendjemand Leute für ein Musikprojekt. In diesem Fall lief der Kontakt über meinen Professor, der war erster Solopauker der Düsseldorfer Symphoniker.

Wie haben sie die Band vorher wahrgenommen?

Bartos: Zu dieser Zeit, also 1974, erlebten Kraftwerk einen echten Bekanntheitsschub, maßgeblich durch den Erfolg des Stücks „Ruckzuck“. Die Band klang einfach speziell, auch durch den Flötensound von Florian Schneider (Anm. Schneider gründete die Band 1970 mit Ralf Hütter). Das alles kam uns modern und zeitgemäß vor, mit den Spuren von Jazz und den Tonbandspielereien und so. Kraftwerk war in der Szene, speziell natürlich in Düsseldorf, im Gespräch. Man wusste wenig über die Macher, das ist ja bis heute so.

Wie lässt sich das Gefühl jener Zeit als Musiker in NRW beschreiben? Ralf Hütter hat einmal in einem seiner wenigen Interviews erklärt, dass die „Rhein-Ruhr-Situation“ seine musikalische Entwicklung maßgeblich beeinflusst hat.

Bartos: Die späten 1960er und frühen 1970er Jahre waren eine Zeit des musikalischen Aufbruchs. Besonders für das, was heute als klassische elektronische Popmusik durchgeht. Die Ursprünge lagen für mich und viele andere im Sound eines Pierre Schaeffer in Paris. Es war die Zeit des Experimentierens mit Phonographen und Tonfragmenten vom Band. Schaeffer und auch der berühmte Karlheinz Stockhausen in Köln erzeugten Aufbruchsstimmung. Selbst die Beatles überraschten mit Klangexperimenten. Fremdartige Geräusche fanden plötzlich in der Popmusik statt. Bands wie Kraftwerk lebten im Nachhall dieser Stimmung und trugen sie weiter. Allein in Düsseldorf war überall neue Musik zu hören. Ich arbeitete seinerzeit im Opernhaus, wir spielten moderne Kompositionen statt Mozart und Wagner.

Was war in diesem Zusammenhang das Geheimnis des Erfolges von Kraftwerk als Pioniere elektronischer Musik?

Bartos: Das ist schwer zu greifen. Wir sind jedenfalls nicht angetreten, um ein neues System zu etablieren, nur um ein altes abzulösen. Vielmehr haben wir haben alles betrachtet, gehört und aufgesogen, was die Musikgeschichte bis dato zu bieten hatte. Daraus haben wir dann einen eigenen Klang geformt. Das Ohr war entscheidend, nicht die Theorie.

Sie betonen im Buch die schöpferische Kraft des sogenannten klassischen Besetzung mit Hütter, Schneider, Wolfgang Flür und Ihnen. Wie hat sich diese Kraft ausgedrückt und bahngebrochen?

Bartos: Wir hatten vor allem einfach eine unglaublich gute Zeit. Wir befanden uns in besagter experimenteller Aufbruchsstimmung und verknüpften diese mit der Leichtigkeit der Popmusik. Jeder von uns wurde mit Pop sozialisiert. Ralf und Florian eher durch die amerikanische, ich durch die britische mit den Beatles, den Rolling Stones oder den Kinks.

Wie war die Situation im legendären Kling-Klang-Studio? Wie sind die Songs entstanden?

Bartos: Wir standen im Halbkreis mit unserem Equipment, sahen uns in die Augen und improvisierten. Wir sprachen musikalisch miteinander. Die Songs sind häufig in einer Session-Situation entstanden, wie man es sonst eher vom Jazz kennt. Wir kommunizierten verbal und auch mit Instrumenten. Zwei Instrumente unterhielten sich, ein drittes kommentierte, im Sinne von Gespräch. Ich benutze gern die Metapher von Musik als eine Form von Unterhaltung, und so arbeiteten wir über Jahre hinweg. Das hat sich dann später leider geändert.

Vier Jungs, die Musik machten: Es klingt, als hätte es ein Band-Gefühl bei Kraftwerk gegeben.

Bartos: Ralf und Florian bezeichneten sich schon damals gern als Einzelgänger. Das hängt sicher mit ihrer Herkunft zusammen. Für beide war es wohl das erste Mal, dass sie so etwas wie eine Gang, eine Clique hatten. Plötzlich waren sie nicht mehr allein, sondern hingen mit Typen rum, die alles zusammen machten. Es war eine sehr angenehme Phase. Meine ersten Jahre bis 1982 bei Kraftwerk waren von Freude und einem ausgeprägten Hedonismus geprägt. Wie war der rasante Erfolg für Kraftwerk ab 1975 spürbar? Bartos: Vor allem in den Möglichkeiten. Auch nach „Autobahn“ war Kraftwerk zwar Avantgarde, dennoch waren die finanziellen Mittel da, um den aufwendigen Sound zu produzieren. Das war damals nicht selbstverständlich. Heute kann jeder mehr oder weniger ambitionierte Musiker eine Platte mit dem Laptop realisieren, vor 40 Jahren benötigten wir teure Produktionsmittel, um unsere Vorstellungen umzusetzen.

Sie haben von den schönen Jahren bei Kraftwerk gesprochen. Wie verlief überhaupt ihr Einstieg? Und wie ging es weiter?

Bartos: Ich wurde ganz profan als Schlagzeuger zur „Autobahn“-Platte für eine USA-Tournee engagiert. Damals war ich 22 Jahre alt. Nach dem Trip nahmen wir das Album „Radio-Aktivität“ auf und eigentlich auch direkt danach „Trans Europa Express“. Für dieses Album konnte ich meine Ideen bereits einbringen. Ab dem Album „Die Mensch-Maschine“ habe ich praktisch an allen Songs mitkomponiert. Unsere Kompositions-Sessions gingen über Stunden, wir haben alles aufgenommen und aus dem Material die Songs erarbeitet. Wir waren völlig frei, ich nenne es im Buch die „autonome Fantasie“. Ich glaube, sie ist das Geheimnis des Kraftwerk-Repertoires dieser Zeit. Wir haben uns nicht nach irgendetwas gerichtet.

Was haben Sie dann mit den Aufnahmen gemacht?

Bartos: Die haben wir dann bei nächtlichen Autofahrten durch Düsseldorf abgehört. Wenn die Musik zu uns sprach, im Kopf blieb, dann floss sie auch in die Stücke ein. Wir verknüpften Material der verschiedenen Sessions, die oft zeitlich weit auseinander lagen. Am Ende stand die klingende Form unserer Stücke. Mit „Computerwelt“ haben wir uns 1981 die digitale Revolution noch bloß vorgestellt. Mitte der 80er Jahre, als der Computer Einzug auch in unser Studio hielt, verschwand die autonome Fantasie zugunsten von etwas, dass ich heute Musik-Design nennen würde. Gebrauchsmusik für die Tanzfläche.

Mit dem Verlust der autonomen Fantasie war auch die unbeschwerte Zeit vorbei?

Bartos: Wir waren nicht mehr auf einer Wellenlänge. Ralf hatte sich seit Beginn der 80er Jahre zum Extremsportler mit dem Rennrad entwickelt, er fuhr oft Hunderte Kilometer am Tag durch das Rheinland. Nach und nach versportlichte sich auch unsere Musik, plötzlich stand ein Wettbewerb im Vordergrund. Ab Mitte der 80er Jahre starrten wir eigentlich nur noch auf die Computermonitore. Die Interaktion, das musikalische Gespräch kam völlig abhanden, wir lebten uns auseinander. Ich habe dann noch einige Jahre versucht, die Gruppendynamik zurückzuholen. Vergeblich.

Haben Sie darum kämpfen müssen, Spuren im Kraftwerk-Sound zu hinterlassen?

Bartos: Ich habe mir meinen Platz nicht unbedingt erkämpfen, aber doch erbitten müssen. Nach der Platte „Trans Europa Express“ gab es ein Geschäftsgespräch, danach wurde ich offiziell als Co-Autor geführt. Später wurde ich dann an Einnahmen und Lizenzen beteiligt. Anders als oft behauptet wird war ich aber nie Angestellter von Kraftwerk. Ab 1982 stagnierte unser Schaffen allerdings. Wir produzierten nichts Neues mehr und gingen auch nicht mehr auf Tournee. Anders als Ralf und Florian, die aus anderen Verhältnissen kamen und finanziell abgesichert waren, brauchte ich die Einnahmen. Da nutzte es mir dann wenig, dass ich musikalisch auf Augenhöhe war. Meine Unzufriedenheit steigerte sich immer mehr, bis ich Kraftwerk dann im Vorfeld der Remix-Platte verlassen musste.

„Verlassen musste“?

Bartos: Ich musste es für mich tun. Ich konnte die Stagnation, den fehlenden kreativen Impuls, die Sprachlosigkeit, aber auch die Fremdbestimmung nicht mehr ertragen. Eigentlich war es viel zu spät, ich hätte Jahre früher gehen müssen. Aber Kraftwerk, die Musik, alles was wir in den guten Jahren erlebten und schufen, war mir sehr wertvoll. Das ist es bis heute. In jenen Jahren ist ein Katalog entstanden, der, so kann man immer wieder lesen, zum Kanon der Musikgeschichte gehört. Das ist toll und dafür bin ich unglaublich dankbar.

Gibt es noch einen Draht zu den alten Kollegen?

Bartos: Nein, nicht wirklich. Ich finde das schade, aber es funktioniert nicht. Aber ich bin ja nicht der einzige, Wolfgang und Florian wollten ihr Leben ebenfalls früher oder später ohne Kraftwerk weiterführen. Wahrscheinlich hat es mit der Person zu tun, die heute das Erbe verwaltet. Naja, jeder so, wie er kann. Ich habe ohnehin das Gefühl, im Fall von Kraftwerk ist das Produkt viel mehr und größer als die Summe seiner Teile. Ich habe kürzlich Florian in Düsseldorf getroffen. Er war bester Laune, sehr kommunikativ. Mit Wolfgang bin ich schon so viele Jahre befreundet.

Wollten Sie sich mit dem Buch auch ein Stück Deutungshoheit über Kraftwerk zurückholen?

Bartos: Als 2009 das Kraftwerk-Produkt „Der Katalog“ veröffentlicht wurde, wurden die Credits aus dem Blickwinkel von Ralf und Florian geschrieben. Jedenfalls lassen sich ihre Namen und vielfältigen Funktionen kaum übersehen. Alle anderen Mitwirker werden in einem Fließtext unter ferner liefen aufgeführt. Ich frage mich: Ist Wahrheit individuell, Objektivität unmöglich, wirklich alles Ansichtssache? Auch in George Orwells „1984” geht es um Tatsachen und wie man sie gestaltet.

Der Funktionär O’Brian zitiert ein Postulat der Partei: “Wer die Vergangenheit kontrolliert, der kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit” Jahrzehntelang wurde die Geschichte Kraftwerks aus einem Mund und mit einer Perspektive erzählt. Deshalb liegt vieles, was damals geschah, im Dunkeln oder wurde kryptisch verklärt, unverständlich wiedergegeben oder mit rhetorischen Floskeln verzerrt. Beispielsweise die Schöpfung unserer Musik oder den Einfluss, den die Digitalisierung auf unsere Kreativität hatte. In „Der Klang der Maschine“ erzähle ich, wie ich diese Zeit erlebt habe.

Gab es nach dem Ende der Zeit Kraftwerk einen konkreten Wunsch für das Wie-geht-es-weiter?

Bartos: Ich wollte nach dem Ausstieg meine eigene Biografie leben, als Künstler und als Mensch. Es ging mir darum, wieder selbst verantwortlich zu sein für mein Tun, eigenständig künstlerisch arbeiten zu können und nicht zuletzt auch ökonomisch. Und obwohl ich nicht besonders eitel bin: Am Ende muss bei dem, was ich tue, mein Name darunter stehen. Das war mein Ansatz, und das habe ich geschafft. Von daher: Alles ist gut.

Tatsächlich haben Sie ihre musikalische Biografie fortgeschrieben. Wie ging es weiter?

Bartos: Es war ziemlich schnell klar, dass ich nicht eine klassische Solokarriere mit stringenter Album-Tournee-Album-Abfolge einschlage. Ich fühle mich zwischen den Disziplinen wohl. Kurz gesagt: Die Möglichkeit, Klänge und Bilder zu kombinieren, fasziniert mich. Audiovisuelle Medien spielen dabei eine große Rolle. Meine Frau ist Journalistin, wir sprechen viel über Bilder und ihre Wirkung. Ich habe in den 90er Jahren mit Bernard Sumner von New Order und Johnny Marr von The Smiths gearbeitet. Im Jahr 2004, kurz nachdem mein Album „Communication“ erschien, erhielt ich das Angebot, an der Universität der Künste in Berlin zu unterrichten. Dort gab es damals den neuen Studiengang Sound Studies, und ich hatte wohl das passende Album dazu als Referenz geliefert (lacht).

Stichwort Medien: Das Album „Radio-Aktivität“ war das erste mit ihrer Beteiligung. Die Doppeldeutigkeit des Titels wurde immer wieder betont, neben dem Wortsinn geht es auch um Kommunikation und die Medienmöglichkeiten damals. Wie sehen Sie das Album heute?

Bartos: Eigentlich wurde das Thema verschenkt. Ich hätte mir gewünscht, das Album schlicht „Radio“ zu nennen, also eher den kommunikativen Aspekt in den Vordergrund zu stellen. Im Rückblick kommt mir das Konzept etwas neunmalklug vor. Das Ganze war eine Kopfgeburt, kein politisches Statement, vielleicht unserer Jugend geschuldet. Aber die Musik von Ralf und Florian ist toll, wegweisend wie so vieles.

Wer hat sie auf ihrer Klangreise seit der Kraftwerk-Zeit begleitet und beeinflusst?