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Aachen: Kampf gegen Drogentourismus

Aachen : Kampf gegen Drogentourismus

Die Polizei geht mit konzertierten Aktionen gegen Drogentouristen im Aachener Grenzgebiet vor. Deutsche und niederländische Einsatzkräfte führen Großkontrollen an der Grenze bei Herzogenrath durch.

"Wir werden das immer wieder machen, so dass wir in die Szene eine Verunsicherung bringen", kündigte der Aachener Polizeipräsident Klaus Oelze am Donnerstag in Herzogenrath an. Beteiligt seien Zoll, Bundesgrenzschutz, Autobahnpolizei in Abstimmung mit den Kommunen.

In den ersten drei Wochen habe es 14 Festnahmen gegeben. Bei den Kontrollen wurden neben weichen Drogen auch gefälschte Kennzeichen und Waffen sichergestellt, sagte Oelze.

Bei den groß angelegten Maßnahmen werden sämtliche "Schlupflöcher" an anderen Grenzübergängen der Kleinregion geschlossen. "Einer der in Bayern losfährt, darf nicht mehr sicher sein, dass er auf dem Rückweg einfach so über die Grenze kommt", betonte Oelze.

Im Gegensatz zu Deutschland wird der Verkauf kleiner Mengen weicher Drogen in den Niederlanden geduldet. In Kerkrade gibt es wenige zugelassene Haschisch-Cafés, in denen fünf Gramm pro Kunde verkauft werden dürfen.

Daneben hat sich nach Angaben der Stadt ein illegaler Schattenmarkt entwickelt, der fast ausschließlich von Deutschen lebt.