Heimbach: Kammermusikfestival „Spannungen“ steht erstmals unter einem Motto

Heimbach : Kammermusikfestival „Spannungen“ steht erstmals unter einem Motto

Zum 21. Mal öffnen sich die Tore des Jugendstilkraftwerks Heimbach vom 17. bis 24 Juni für das Kammermusikfestival „Spannungen — Musik im innogy-Kraftwerk Heimbach“. 32 Musikerinnen und Musiker sowie das Kölner Kammerorchester werden elf Konzerte bestreiten, die erstmals eng an ein Motto gebunden sind.

Und zwar steht schwerpunktmäßig Musik aus Russland auf dem Programm. Lars Vogt, Pianist, Dirigent und Spiritus Rector des Festivals, möchte damit darauf hinweisen, dass Düren im kommenden Jahr Gastgeber des „Deutsch-Russischen Forums“ sein wird. Das kommt Vogts Liebe für das Land entgegen, mit dem ihn seit seiner Jugend viele künstlerische und enge persönliche Kontakte verbinden. Unabhängig von der Tagespolitik hält Vogt die Kontaktpflege zwischen den Ländern für wichtig.

Eine ganze Phalanx russischer Komponisten vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart werden berücksichtigt: neben bekannten Meistern wie Tschaikowsky, Glinka, Borodin, Rachmaninoff, Prokofjew und Schostakowich auch weniger geläufige Komponisten wie Anton Arensky und Reinhold Glière. Hinzu kommen aus der neueren Zeit Alfred Schnittke und Galina Ustvolskaja. Natürlich stammt auch der diesjährige „Composer in Residence“ aus Russland, der 45-jährige Sergej Newski, nach Einschätzung von Lars Vogt ein „kluger, konsequenter Künstler, der kein Blatt vor den Mund nimmt“ und „extrem experimentierfreudig“ komponiert, der in Heimbach u.a. sein neues Klavierquartett aus der Taufe heben wird.

Zum „Familientreffen“ der Musiker gehören auch diesmal Künstler, die seit 21 Jahren dem Festival die Treue halten, wie Christian und Tanja Tetzlaff, die Geigerin Antje Weithaas, der Cellist Gustav Rivinius und die Klarinettistin Sharon Kam. Auch die meisten anderen Interpreten kommen nicht zum ersten Mal nach Heimbach, dessen familiäre Atmosphäre sie ebenso schätzen wie das Publikum. Zu nennen sind die Geigerin Isabelle Faust und die Cellisten Alban Gerhardt und Julian Steckel. Und auch Konrad Beikircher wird wieder eine Sprecherrolle in Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“ übernehmen. Ebenso gehört das Kölner Kammerorchester, mit dem Lars Vogt als Dirigent bereits am 16. April das allererste Konzert bestreiten wird, zu den Stammgästen.

Das Fest steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Armin Laschet, als Hauptsponsor fungiert wieder Innogy/RWE, der Deutschlandfunk wird die Konzerte mitschneiden, und der „Kunstfördererin Kreis Düren“ setzt sich wie gewohnt mit vielen helfenden Händen ehrenamtlich für die aufwendige Organisation ein.