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Kerkrade: Junge Talente mit souveräner Leistung

Kerkrade : Junge Talente mit souveräner Leistung

Erstklassige junge Musiker präsentierten ihr Können auf dem „Orpheo”-Podium der Stichting Euriade in der Abtei Rolduc.

Unter den Dreien war mit dem Cellisten Johannes Moser einer, der 2002 den Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau, einen der renommiertesten Wettbewerbe, gewonnen hatte. Moser war beim ersten Programmpunkt, dem Trio für Flöte, Cello und Klavier D-Dur von Joseph Haydn, weniger im Blickpunkt des Geschehens, dient sein Part doch der Verdopplung des Klavierbasses.

Hier gingen die Impulse von der tadellosen Pianistin Anna Kirichenko aus, die mit musikantischen Schwung und feiner Differenzierung die Initiative übernahm. Die Flötistin Stefanie Winker, Soloflötistin des Gewandhaus-Orchesters Leipzig, vervollständigte das Ensemble mit schönem Ton und klarer Artikulation.

Mosers Wiedergabe der ersten Cellosonate von Johannes Brahms war phänomenal. Seine sonore, warme Tongebung, seine absolute Sauberkeit der Intonantion, seine geistige Durchdringung der drei Sätze machten die Wiedergabe zu einem Ereignis, an dem die Pianistin einen großen Anteil hatte.

Carl Maria von Webers Klaviertrio op. 63 ist ein gewichtiges, inspiriertes Werk, das zu fesseln vermag. Zumal dann, wenn es in einer so virtuosen, klanglich ausgewogenen und technisch perfekten Wiedergabe erklingt.

Stefanie Winker und Johannes Moser warfen sich musikalische Bälle zu bei dem Duo für Flöte und Cello „The jet whistle” von Heitor Villa-Lobos. Mit zwei melancholischen kleinen Perlen von Gabriel Faurè fand das Programm eine reizvolle Ergänzung. Am Ende gab es den verdienten großen Applaus.