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Jülich: Jülich: Science College weit gediehen

Jülich : Jülich: Science College weit gediehen

Das Gymnasium Haus Overbach in Jülich-Barmen hofft für sein naturwissenschaftliches Euregio-Zentrum auf Baumittel der Euregionale. Die Stiftung und der Betriebspartner sind schon klar. Direktor Lingen: „Bildung ist heute ein harter Standortfaktor.”

Die Stiftung „Overbacher Science College” ist schon in der Gründungsphase, das Grundstück für einen notwendigen Neubau vorhanden, das inhaltliche Konzept ist ausgereift, potenzielle Kooperationspartner stehen bereit. „Eigentlich brauchen wir jetzt nur noch das Geld für den Bau eines Hauses mit Vortrags-, Übungs- und Laborräumen und die Ausstattung”, erklärte Oberstudiendirektor Heinz Lingen, Direktor des Gymnasiums Haus Overbach in Jülich-Barmen, am Donnerstag bei der Vorstellung „seines” Projektes für die Euregionale 2008.

Dann könnte auf dem Campus, der bisher ein Gymnasium, ein Internat, eine Jugendbildungsstätte und das Kloster des Trägers (Ordensgemeinschaft der Oblaten des hl. Fanz von Sales) beherbergt, schon bald ein euregionales Zentrum entstehen, das junge Menschen für Naturwissenschaften begeistert und sie fördert.

„Harter Standortfakltor”

„Bildung ist heute ein harter Standortfaktor. Wir wollen einen Lernort schaffen, an dem sich Kinder und Jugendliche kreativ und selbstständig mit Naturwissenschaften auseinandersetzen können”, erläuterte Lingen. „Außerhalb der Schule haben sie dazu bislang kaum Möglichkeiten.” Lingen sieht im „Science College” eine Chance, einerseits Schule und Jugendarbeit stärker zu verknüpfen, andererseits den Dialog zwischen Hochschul- und Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen mit jungen, an Wissenschaft und Technik interessierten Menschen zu befördern - zum beiderseitigen Nutzen.

In Workshops, Wochenend-Seminaren, Feriencamps und Forscherwerkstätten könnten Kinder ab dem Grundschulalter und Jugendliche bis in die Anfangsphase des Studiums hinein in dem College lernen und experimentieren. Darüber hinaus sollen im College Lehrer, Sozialpädagogen und Erzieherinnen fortgebildet sowie neue Unterrichtsmaterialien und -methoden entwickelt und erprobt werden.

Lingen ist überzeugt, dass das „Science College” ein wichtiger Baustein zur Profilierung der Region als Wissenschaftsstandort ist, zumal die Angebote nicht nur jungen Leuten aus der Euregio, sondern darüber hinaus offen stehen sollen. Und am liebsten würde er gleich loslegen. Doch er muss sich noch eine Weile in Geduld üben.

Denn bislang haben die Gesellschafter das „Overbacher Science College” - ebenso wie den geplanten „Weißhaldenpark” im Herzen Würselens und die„Euregionale Akademie für Handwerksdesign” in Aachen-Horbach und zwölf weitere - nur als mögliches Euregionale-2008-Projekt nominiert. Verbunden mit der Auflage, es weiter zu qualifizieren, insbesondere mit Blick auf Kosten und Finanzierung des späteren Betriebs.

Bereits Partner gefunden

Eine Hürde, die für das „Overbacher Science College” - im Gegensatz zu manchen bisher präsentierten Bewerbungs-Projekten - bis zum Frühjahr 2005 wohl zu nehmen ist. Schließlich haben die Initiatoren reichlich Erfahrung in der Kooperation mit der Aachener Uni, der Fachhochschule Jülich, dem Forschungszentrum Jülich, europäischen Bildungsträgern und der Wirtschaft. Dort sind Partner: SIG Combibloc, Grünenthal, Philips Forschungslaboratorien, RWE Power, Siemens und die Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (AGIT). Und sie haben auch bereits Partner gefunden, die ihren Obulus zur Finanzierung des Betriebs beisteuern wollen.